Kfz-Gewerbe Thüringen Nachholbedarf bei der E-Mobilität

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

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Die Elektromobilität in Thüringen soll aufholen: Noch liegt die Anzahl der Stromer und der Lademöglichkeiten unter dem Bundesniveau. Das soll sich ändern, versprach Ministerpräsident Mario Voigt beim Kfz-Gewerbe Thüringen.

Austausch zum Hochlauf der Elektromobilität in Thüringen: (v. l.) Präsident Helmut Peter (LV Thüringen), Christian Thewißen (Vorstand TEAG), Ministerpräsident Marion Voigt, Stefan Reindl (Vorstandsvorsitzender TEAG) und Dietmar Hoffmann (Geschäftsführer LV Thüringen). (Bild:  Holger Zietz - VCG)
Austausch zum Hochlauf der Elektromobilität in Thüringen: (v. l.) Präsident Helmut Peter (LV Thüringen), Christian Thewißen (Vorstand TEAG), Ministerpräsident Marion Voigt, Stefan Reindl (Vorstandsvorsitzender TEAG) und Dietmar Hoffmann (Geschäftsführer LV Thüringen).
(Bild: Holger Zietz - VCG)

Die Entwicklung der Elektromobilität bleibt für Thüringen ein zentrales Zukunftsthema. Denn rund 60.000 Arbeitsplätze im Freistaat sind direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhängig. Das betonte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt am Montag (26. Mai) auf der Landesverbandsversammlung des Kfz-Gewerbes Thüringen in Erfurt.

Aber die Landesregierung werde den Markt für Elektromobilität nicht „hochsubventionieren“, erklärte Voigt. Vielmehr wolle man durch geeignete Rahmenbedingungen die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markthochlauf schaffen. Besonders im Flächenland Thüringen habe die individuelle Mobilität einen hohen Stellenwert, weshalb dort alle Antriebsformen gefragt seien. Voigt sprach sich daher für einen Ausstieg aus dem geplanten Verbrenner-Aus im Jahr 2035 aus.

Voigt war der Einladung des thüringischen Kfz-Gewerbes gefolgt, das sich auf seiner jährlichen Versammlung in einem gesonderten Teil der Elektromobilität widmete. Kfz-Landesverbandspräsident Helmut Peter sieht für die Elektromobilität in Thüringen weiteres Wachstumspotenzial, geht aber aktuell nur von einem Marktanteil von rund zwei Prozent aus. Laut Peter kann sich etwa ein Viertel der befragten Autofahrer vorstellen, als nächstes Fahrzeug ein Elektroauto zu wählen. Die größte Hürde bleibe für viele Verbraucher jedoch die Sorge um die Reichweite. Allerdings überschreiten moderne Modelle inzwischen häufig die 500-Kilometer-Marke, und die Preisunterschiede zu Verbrennern verringern sich zunehmend, betonte Peter.

Täglich ein neuer Ladepunkt in Thüringen

Die Ladeinfrastruktur in Thüringen wird kontinuierlich ausgebaut. Die Thüringer Energie AG (TEAG), in dessen Räumen die Tagung stattfand, verspricht: „Jeden Tag ein neuer Ladepunkt“ und plant, das Netz auch für Lkw weiter zu verdichten. Derzeit sind laut aktuellen Zahlen rund 21.900 Elektroautos im Freistaat zugelassen, der Anteil an den Neuzulassungen liegt mit etwa 11 Prozent jedoch weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt von rund 17 Prozent. Mit mehr als 2.500 öffentlichen Ladepunkten sei Thüringen bereits gut aufgestellt, dennoch bleibe der weitere Ausbau eine zentrale Herausforderung.

Peter forderte von der Bundesregierung, die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Elektromobilität zu schaffen. Die TEAG unterstützt die Akzeptanz für Elektrofahrzeuge durch eigene Veranstaltungen und Informationsangebote. Denn trotz positiver Entwicklungen bei Reichweite und Infrastruktur bleibt die Elektromobilität in Thüringen bislang hinter den bundesweiten Trends zurück. Thüringen steht an letzter Stelle im bundesweiten Ranking.

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