Bergen und Transportieren Nachvollziehbar und praxistauglich

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 4 min Lesedauer

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Zahlreiche Verbände der Automobilbranche haben eine gemeinsame Handlungsempfehlung für den Umgang mit verunfallten E-Autos erarbeitet. Damit existiert nun ein Standard, der sich am tatsächlichen Gefahrenpotenzial orientiert.

Bei leichten Unfällen ist die Batterie von E-Autos in aller Regel nicht beschädigt und stellt damit auch kein Risiko dar.(Bild:  KI-generiert)
Bei leichten Unfällen ist die Batterie von E-Autos in aller Regel nicht beschädigt und stellt damit auch kein Risiko dar.
(Bild: KI-generiert)

Die Brandgefahr, die von E-Autos nach einem Unfall ausgeht, ist zu Beginn der E-Mobilitäts-Ära oft übertrieben dargestellt worden. Das hat Spuren in vielen Köpfen hinterlassen – auch wenn das tatsächliche Gefahrenpotenzial weit niedriger ausfällt als zu Beginn anhand weniger, spektakulärer Einzelereignisse befürchtet worden war.

Doch manche Marktakteure agieren weiterhin so, als hätte es die Erkenntnisse der vergangenen Jahre nicht gegeben und als stellten Elektroautos nach jedem Unfall ein geradezu explosives Risiko dar. Hier ist vor allem die „Initiativgemeinschaft Bergen Transport E-Mobilität“ (IGBTE) zu nennen, die mit einer eigenen Interpretation der Sicherheit von E-Fahrzeugen Aufsehen erregt. So soll beispielsweise durch den Unfall die Betriebserlaubnis erlöschen, die Qualifizierungen zur E-Mobilität aus dem Aftermarket dadurch nicht mehr wirksam sein und einiges mehr. Stromer seien nach einem Unfall aus Prinzip als gefährlich einzustufen, und die Batterie müsste so schnell wie möglich aus dem Fahrzeug ausgebaut und entsorgt werden.