Neu: Der zertifizierte Fahrzeugaufbereiter

Autor / Redakteur: Johannes Büttner / Johannes Büttner

Der Bundesverband Fahrzeugaufbereitung (BFA) und die Handwerkskammer Hannover haben gemeinsam eine neue Ausbildung zum zertifizierten Fahrzeugaufbereiter entwickelt.

Der Bundesverband Fahrzeugaufbereitung (BFA) und das Förderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover wollen gemeinsam etwas für die Qualifizierung der Mitarbeiter in der Branche tun. Deshalb haben sie in einer Kooperation die neue Ausbildung zum/zur „Zertifizierten Fahrzeugaufbereiter/-in (BFA/HWK)“ entwickelt. Das Zertifikat kann auch als ein Baustein für die Weiterbildung zum Handwerkskammer-Abschluss „Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung“ (HWK) angerechnet werden.

Die neue Qualifizierung erfolgt in den Räumen des Förderungs- und Bildungszentrums der Handwerkskammer Hannover in Garbsen, wo den Teilnehmern sowohl Maschinen als auch Materialien auf dem aktuellen Stand der Technik zur Verfügung stehen. In der Weiterbildungseinrichtung finden bereits seit 2005 Weiterbildungen im Bereich der Fahrzeugaufbereitung und des Smart Repairs statt.

Der BFA bietet schon seit 2010 ein Branchenkonzept „Zertifizierter Fahrzeugaufbereiter“ an. Diese Ausbildung ist allerdings eine reine Onlineschulung: Die Teilnehmer machen sich in acht Lerneinheiten mit den theoretischen Grundlagen der Fahrzeugaufbereitung vertraut und erhalten – nach einer praktischen und theoretischen Prüfung – ein BFA-Zertifikat.

Das neue Ausbildungsangebot schließt somit die Lücke zwischen den beiden bisherigen Qualifikationsmöglichkeiten. „Im Förderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover haben wir einen qualifizierten und engagierten Partner gefunden“, betont Dietrich Asche, Geschäftsführer des BFA. „Uns verbinden die gleichen Ziele. Deshalb ist es nur konsequent, wenn wir unsere Ressourcen bündeln“, ergänzt Christoph Stein, Weiterbildungsberater der HWK Hannover.

Trainer aus der Praxis

Die Wissensvermittlung sollen Trainer übernehmen, die selbst in der Fahrzeugaufbereitung tätig sind. Sie machen die Teilnehmer in 80 Stunden mit den Themen Außenreinigung, Lackaufbereitung, Versiegelung, Innenaufbereitung sowie Kommunikation und Nutzenargumentation vertraut. Die Ausbildung endet mit einer praktischen und schriftlichen Prüfung vor der HWK Hannover.

Die Veranstalter hoffen auf jährlich rund 400 Schulungsteilnehmer. Von ihrem Konzept sind sie überzeugt: „Mit dem umfangreichen Wissen eines zertifizierten Aufbereiters können Autohaus- und Werkstattbetreiber einen Mehrwert für ihren Betrieb generieren“, so Dietrich Asche. Der Teilnahmebeitrag für die zweiwöchige Schulung und die abschließende Prüfung beläuft sich auf 2.150 Euro. Betriebe könnten sich die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter bezuschussen lassen, betont Christoph Stein. Das Land Niedersachsen übernimmt zum Beispiel bis zu 80 Prozent der Kosten, also 1.740 Euro.

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten des BFA und der HWK Hannover.

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