Teilelogistik Neuartiges Lagerkonzept bietet mehr Kapazität auf weniger Fläche

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 4 min Lesedauer

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Das Ersatzteilgeschäft mit den freien Werkstätten hat bei der Bleker-Gruppe Dimensionen erreicht, die neuartige Logistikkonzepte erfordern. Seit Anfang Februar flitzen nun Roboter statt Menschen durch die Regalanlage – das spart Fläche und schont das Personal.

Das neue Autostore-Lager von Bleker Autoteile besteht aus 20.800 Listen, die in einem Gerüst aufgestapelt sind – und 13 Robotern.(Bild:  Bleker)
Das neue Autostore-Lager von Bleker Autoteile besteht aus 20.800 Listen, die in einem Gerüst aufgestapelt sind – und 13 Robotern.
(Bild: Bleker)

In der nordwestdeutschen Mehrmarkengruppe Bleker ist die Bleker Autoteile GmbH für den Ersatzteilverkauf an die freien Werkstätten zuständig. Angesichts der Ausdehnung (14 Autohäuser an acht Standorten) und der Markenvielfalt von Bleker (14 Fabrikate von Alfa Romeo bis Opel) kann man sich leicht vorstellen, dass auch das Teilegeschäft andere Dimensionen erreicht als bei kleinen Autohäusern. Hier reicht nicht mehr der Lagerist dem Gewerbekunden ein paar Ölfilter über die Theke, hier reden wir über ein eigenständiges Logistikunternehmen, dessen Leistungen denen der bekannten Großhändler des freien Ersatzteilmarkts in nichts nachstehen – und auch nicht nachstehen dürfen.

In den Jahren seit der Gründung von Bleker Autoteile 2007 ist die Lagerfläche kontinuierlich gewachsen. Waren es zu Beginn gerade mal 2.000 Quadratmeter, so stehen seit der jüngsten Erweiterung 2022 nun insgesamt 30.000 Quadratmeter für bis zu 85.000 unterschiedliche Autoteile und rund 60.000 Reifen zur Verfügung. Nun wäre erneut eine Vergrößerung notwendig gewesen, und zwar für das Segment Kleinteile. Doch Bleker ist längst an die Grenzen des Wachstums gestoßen. „Wir hätten die Regalfläche verdoppeln müssen“, berichtet Michael Springer, Geschäftsleiter Einkauf & Reklamation, im Gespräch mit »kfz-betrieb«. „Dafür hätten wir aber auch das doppelte Personal gebraucht. Das findet man heute nicht mehr.“