Mit Transporter und Caravelle ist das Portfolio des VW Bulli komplett. Nicht nur bei den Antrieben müssen sich die Kunden aber auf eine Überraschung einstellen.
VW hat den Transporter neu aufgelegt.
(Bild: VW)
Sogenanntes Badge-Engineering ist für alle Autohersteller ein probates Mittel, um Kosten zu senken. Statt selbst zu entwickeln, übernimmt man ein Konkurrenzmodell, überarbeitet es ein wenig und klebt dann sein eigenes Logo auf. Das spart viel Geld, und wenn es gut gemacht ist, merkt’s der Kunde nicht mal.
Diesen Weg gehen seit einiger Zeit VW und Ford. Die Amerikaner entwickeln für die deutsche Marke leichte Nutzfahrzeuge und bekommen im Gegenzug Zugang zu den E-Modellen von VW. Erste Früchte dieser Allianz sind bereits auf der Straße zu sehen: der auf dem Ford Ranger basierende Pick-up VW Amarok etwa oder E-Modelle Ford Explorer und Capri mit dem Elektroantrieb des VW ID 4.
Der stückzahlenmäßig größte Aufschlag ist bereits seit Ende 2024 bestellbar: die siebte Generation des VW Transporter. Sie löst zu Nettopreisen ab rund 37.000 Euro den T6.1 ab und erweitert das Antriebsangebot der mittelgroßen Nutzfahrzeuge von VW um einen Plug-in-Hybriden und diverse E-Motoren.
Mehr Vielfalt als je zuvor
Vom T7 spricht man bei VW allerdings nicht. Möglicherweise, weil er ja nicht in Hannover entwickelt wurde, sondern weitgehend auf der Technik des Ford Transit Custom beziehungsweise dessen Busversion Tourneo Custom beruht. Außerdem rollt er bei Ford Otosan in der Türkei vom Band, im gleichen Werk wie die Nutzfahrzeuge von Ford.
Sollte die fremde Herkunft einen Gewerbekunden am Kauf hindern? Sicher nicht. Im Handwerk oder Flottenbusiness stehen Kosten im Vordergrund, und die sind gegenüber dem Vorgänger nur moderat gestiegen. Mehr Gewicht haben die fünf Jahre Garantie, die VW allen Nutzfahrzeugen seit Oktober 2024 gewährt.
Mit 13 Karosserieversionen, Front,- Heck- und Allradantrieb sowie diversen Ausstattungsversionen ist das Modellangebot so breit aufgestellt wie noch nie. Zudem wurden Transporter und Caravelle größer, können mehr laden und bis zu 2,8 Tonnen schwere Anhänger ziehen. Selbst eine lange Pritsche mit sechssitziger Doppelkabine hat VW aufgelegt und bedient damit gezielt beispielsweise die Nachfrage von Gärtnern und Baubetrieben. Erstmals gibt es auch einen langen und hohen Kastenwagen, dessen neun Kubikmeter Ladevolumen schon nah an das des Crafter herankommen.
Die Zielgruppe ist klar: Mit dem ständig wachsenden Trend zum Online-Shopping schreit die Lieferbranche nach Fahrzeugen mit mehr Ladevolumen. Deshalb knackt der Lieferwagen jetzt die Fünf-Meter-Marke, bleibt jedoch mit maximal 1,98 Metern Höhe immer noch tiefgaragentauglich. Der lange Kastenwagen kann sogar drei Europaletten laden, eine mehr als bisher. Je nach Modell ergibt das ein Lade-Plus von bis zu zehn Prozent.
Strom für unterwegs – und nicht nur fürs Navi
Der Umstieg auf die Ford-Technik eröffnet VW in Sachen Bedienung, Vernetzung und digitale Dienste ganz neue Möglichkeiten. So unterscheidet sich der Arbeitsplatz hinterm Steuer des Transporters nicht mehr von dem eines modernen Pkw. Schon der erste Blick ins LED-beleuchtete Fahrerhaus zeigt, welchen Sprung der Transporter gegenüber dem T6.1 macht. Im aufgeräumten Armaturenbrett kombiniert er frei konfigurierbare, 12 Zoll große digitale Instrumente mit einem Infotainmentsystem samt 13 Zoll großem Touchscreen. Smartphones lassen sich kabellos integrieren und aufladen, in der Einstiegsversion wird einfach und kostengünstig über Apple Car Play oder Android Auto navigiert. Beim Multifunktionslenkrad hat VW glücklicherweise auf Touchflächen verzichtet. So lassen sich die Tasten auch mit Handschuhen bedienen. Und sogar der klassische, aber doch so praktische Drehknopf für die Lautstärke feiert ein Revival.
Diverse USB- und 12-V-Schnittstellen sind ebenso vorhanden wie 230-V-Steckdosen, an die sich externe Verbraucher wie Laptops oder Ladegeräte anschließen lassen. Beim Plug-in-Hybrid wird dafür die Traktionsbatterie angezapft. So können Handwerker mit dem Bordstrom schon mal eine Kreissäge mit bis zu 2.300 Watt Leistung betreiben.
Auch in Sachen Fahrerassistenz spielt VW die gesamte Klaviatur der aktuellen Technik. Notbremsassistent samt Fußgängererkennung sowie Lenkunterstützung bei einem Ausweichmanöver, Abbiegeassistent oder Parksensoren am Heck sind an Bord. Der VW erkennt Verkehrszeichen, hält automatisch die Spur und warnt, wenn der Fahrer Straßen entgegen der Fahrtrichtung befährt. Weitere Assistenten wie beispielsweise Abstandstempomat mit Staufunktion oder Kreuzungsassistenten sowie eine Rückfahrkamera bietet VW gegen Aufpreis an.
Stand: 08.12.2025
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Ein neues Herz unter der Haube
Alle Getriebe und Motoren stammen ebenfalls von Ford. Nach langen Jahren hat damit der bewährte VW-TDI ausgedient. Damit kann man aber gut leben, denn der in drei Leistungsstufen verwendete Zweiliter-Diesel von Ford ist leise, laufruhig und hat genügend Wumms.
Zusätzlich lässt VW den Transporter in vier BEV-Versionen mit 85 bis 210 kW Leistung und Heckantrieb vom Band laufen. Zwei Allradversionen sind aber auch schon angekündigt. Im Boden sitzt eine Batterie mit 64 kWh nutzbarer Kapazität, während das 85-kW-Einstiegsmodell auch mit einem 43 kWh großen Akku folgen wird.
Auf den Plug-in-Hybriden müssen Kunden allerdings noch bis Anfang 2026 warten. Der E-Hybrid kombiniert einen 112 kW/152 PS starken 2,5-Liter-Vierzylindermotor mit einem 97 kW/132 PS starken E-Motor. Das Antriebspaket mit 171 kW/231 PS Systemleistung wird mit einem 16,5 kWh großen Akku geliefert, der für rund 65 Kilometer elektrische Reichweite gut ist und am Schnelllader mit bis zu 50 kW neue Energie bunkert.
Und wie fährt der Wagen? Wie erwartet unspektakulär normal. Kleiner Wendekreis, übersichtliche Karosserie, Rückspiegel mit großem Sichtfeld – bei einer ersten Ausfahrt stellt sich das neue Modell als komfortabel gefedertes, unkompliziertes Arbeitstier dar. Nichts anderes verlangen gewerbliche Käufer und Flottenbetreiber.