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Der Bauherr ist Bosch-Mann bis in die Haarspitzen. Bei Bosch hat er gelernt, jahrelang als Geselle und Meister gearbeitet und sich schließlich in einen Bosch-Car-Service-Betrieb eingekauft, der nur wenige Kilometer vom neuen Standort liegt. Doch der alte Betrieb war nur gepachtet, das Gebäude veraltet und die Arbeitsmöglichkeiten eingeschränkt – vor allem für die gewerblichen Kunden. „Wir haben uns neben dem normalen Reparaturgeschäft auf die elektrische Ausstattung und Ausrüstung von Feuerwehrfahrzeugen und Krankenwagen spezialisiert. Das war im alten Betrieb kaum zu realisieren. Wir hatten keine Schwerlastbühnen, und zum Anheben von Einsatzfahrzeugen fehlte die Deckenhöhe“, sagt Klaus Aldinger.
Das Lastenheft der Aldingers für ihren Neubau enthielt darum fünf zentrale Punkte: Hell und freundlich muss der Neubau sein, viel Glas soll im Gebäude für Transparenz sorgen, eine moderne Direktannahme muss vorhanden sein, dazu fünf großzügig dimensionierte Arbeitsplätze, die auch für Transporter und kleine Lkws geeignet sind. Zudem braucht das Gebäude ein umlaufendes Vordach, damit die Kunden und Mitarbeiter bei kleineren Arbeiten wie einem Lampenwechsel auch vor Regen oder Schnee geschützt sind.
Alles lief nach Plan
Nimmt man das Lastenheft der Aldingers als Maßstab, hat Bauplaner Rickerl es zu 100 Prozent umgesetzt. Dabei hat er den geplanten Kostenrahmen eingehalten und das Gebäude wie versprochen in neun Monaten errichtet. Die Planung und der Beginn der Zusammenarbeit zwischen Aldingers und Markus Rickerl reichen bis ins Jahr 2011 zurück. „Auf einer Messe haben wir uns erstmals über unser Vorhaben unterhalten und fanden gleich einen Draht zueinander“, erzählt Klaus Aldinger.
Der Draht hat über die Jahre gehalten, auch wenn das Bauvorhaben wegen der Grundstücksfrage immer wieder verschoben wurde. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass vom ersten Gespräch bis zur schlüsselfertigen Übergabe ein paar Jahre vergehen. Schließlich investiert der Bauherr viel Geld. Da sollten Details lieber einmal zu viel als einmal zu wenig durchdacht werden“, sagt Markus Rickerl. Insgesamt haben Aldingers über zwei Millionen Euro in den neuen Standort investiert.
Dass die gut angelegt sind, zeigen die ersten Wochen seit der Eröffnung. „Wir haben hier viel Potenzial, das wir noch gar nicht bearbeitet haben“, sagt Klaus Aldinger. Drei Gewerbegebiete in der Nähe versprechen zahlreiche neue Kunden. Das auch, weil der Bosch-Car-Service Aldinger sein Werkstattspektrum um Glasservice erweitern will. „Dafür war im alten Betrieb einfach kein Platz“, erklärt der Bauherr.

Gute Geschäfte macht der Betrieb außerdem mit ortsansässigen Markenkollegen. Für die rüstet das Aldinger-Team Neufahrzeuge mit Standheizungen aus. Neue Impulse verspricht sich Klaus Aldinger außerdem im Reifengeschäft. Das hat er aus dem normalen Werkstattbetrieb ausgelagert und wickelt die Reifemontage und -einlagerung komplett in seinem „Keller“ ab. Vor dem Start der nächsten Wechselsaison schafft er dafür noch eine mobile Hebebühne an. „Wir erledigen hier unten unser komplettes Reifen-Saisongeschäft und können die Kundenräder auf kurzem Weg direkt einlagern. Da das Untergeschoss eine separate, von der normalen Werkstatt getrennte Zufahrt hat, können wir das Reifenthema perfekt organisieren, ohne den eigentlichen Werkstattbetrieb zu beeinträchtigen“, beschreibt Klaus Aldinger einen weiteren Vorteil seines Neubaus. Und wird mal ein Radsatz in der Werkstatt gewechselt, fährt der ganz bequem über den hauseigenen Aufzug in das darunter liegende Untergeschoss.
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