Neue Anwendungen für ZF-Schwungräder

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

ZF Sachs bietet sein erfolgreiches Zweimassenschwungrad auf dem freien Ersatzteilmarkt für immer mehr Fahrzeuge an. Das Programm reicht von der Kleinwagenklasse bis zum Transporter.

Anbieter zum Thema

Seit der Serieneinführung im Jahr 1999 ist das Zweimassenschwungrad (ZMS) bereits mehr als zwölf Millionen Mal vom Band gelaufen. Auch die Nachfrage aus dem Ersatzteilmarkt wächst stetig. ZF Services, die Handelstochter des Zulieferkonzerns, weitet daher das Angebot im Handel um zahlreiche Referenzen aus.

Dazu gehören Kleinwagen wie der Peugeot 206 oder kompakte Geländewagen wie der VW Tiguan – aber auch der Fiat Bravo, der Citroën Xsara Picasso und der Lancia Delta. Für die Mittelklasse-Fahrzeuge VW Passat und Toyota Avensis sowie für die Mercedes C- und E-Klasse bietet das Unternehmen neue Referenzen an. Ebenfalls aufgestockt wurde das Angebot im Kleintransportersegment mit Neufestlegungen für die Mercedes-Benz-Modelle Sprinter und Vito.

ZMS macht Diesel komfortabler

Das Zweimassenschwungrad (ZMS) hat sich in der Erstausrüstung durchgesetzt, weil es im Vergleich zu herkömmlichen Torsionsdämpfern laut ZF Sachs komfortabler ist – das trotz höherer Drehmomente und Zünddrücke moderner Dieselmotoren. Es entkoppelt die Motorschwingungen, unterdrückt Geräusche und senkt den Kraftstoffverbrauch, denn das ZMS erleichtert das Fahren im niedertourigen Drehzahlbereich.

13209010

Auch das Schalten ist komfortabler mit dem Zweimassenschwungrad, denn der Fahrer muss aufgrund des niedrigeren Massenträgheitsmoments der Kupplungsscheibe (ohne Torsionsdämpfer) weniger Kraft aufwenden. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Bauraumbedarf. Außerdem ermöglicht das Zweimassenschwungrad ein problemloses Start-Stopp-Verhalten und den Einsatz sowohl bei gezogener als auch bei gedrückter Kupplungsbetätigung.

Wartung und Montage

Das Zweimassenschwungrad ist laut ZF Sachs robust und langlebig. Tauscht eine Werkstatt die Kupplung eines Fahrzeugs aus, sollte sie das Bauteil trotzdem überprüfen. Beim zweiten Kupplungstausch sollte dann auch das Zweimassenschwungrad erneuert werden.

Folgende Wartungstipps hält der Schweinfurter Antriebstechnikspezialist für die Werkstätten bereit: Sie sollten das Zweimassenschwungrad nur mit öl- und fettfreiem Lappen reinigen. Hochdruckreiniger, Dampfstrahler, Reinigungssprays oder Pressluft sind tabu.

Ebenso darf die Reibfläche am Sekundärschwungrad nicht nachgearbeitet werden. Mehr Hinweise zur Wartung gibt die technische Hotline von ZF Services und die Broschüre „Technisches Training: Fahrzeugteile im Pkw Antriebsstrang“.

(ID:301057)