Neue Batteriediagnosestation für Subaru-Partner
Das Batteriediagnose-Center „Midtronics GRX-3555“ ist seit 1. Juli verpflichtender Servicestandard in allen deutschen Subaru-Werkstätten. Es soll vor allem den Service für Modelle mit Stop & Go-Startautomatik verbessern.

Eine neue Batteriediagnose- und Ladestation mit erweitertem Funktionsumfang steht ab sofort für Subaru-Partner zur Verfügung. Wie der Importeur am Dienstag in Freidberg mitteilte, hat sich Subaru für das Batteriediagnose-Center GRX-3555 des Herstellers Midtronics entschieden und macht es seit 1. Juli zum verpflichtenden Servicestandard in allen Subaru-Werkstätten.
Das Gerät wurde den Angaben zufolge besonders für Pflege und Wartung von Enhanced Flooded Batteries (EFB) entwickelt, die in Fahrzeugen mit Start-Stopp-System eingesetzt werden. Subaru bietet die Modelle Subaru XV, Impreza sowie Forester mit Stopp & Go-Startautomatik an und wird diese Technik künftig auch in anderen Baureihen einsetzen.
Besonders beansprucht
Beim Einsatz in Fahrzeugen mit Stop & Go-Startautomatik werden an Batterien besondere Anforderungen gestellt. Während eines Stopps muss die Energieversorgung der Stromverbraucher - zum Beispiel Klimaanlage, Beleuchtung, Navigation – aufrecht erhalten werden und nach jedem Abschaltvorgang wird der Motor neu gestartet. Die daraus resultierenden Belastungen sind deutlich höher als bei Fahrzeugen ohne Start-Stopp-System und können konventionelle Batterien überfordern.
Deshalb setzt Subaru in seinen Modellen jetzt eine Batterie ein, die speziell für eine höhere Zahl von Startzyklen entwickelt wurde und schnell Strom aufnehmen kann. Darüber hinaus besitzt sie eine höhere Leistungsdichte und bessere Kaltstarteigenschaften.
Höherer Leistungsumfang
Die neue Midtronics GRX-3555 Diagnosestation wurde eigens für Subaru entwickelt und bietet laut Mitteilung einen deutlich höheren Leistungsumfang als marktübliche Batterietester. Neben der reinen Funktionsprüfung kann damit auch die komplette Diagnoseroutine durchgeführt und die Batterie geladen werden. Die Diagnosefunktion umfasst neben Leitfähigkeits- und Belastungstests auch einen Stromlade-Akzeptanztest.
Ein integrierter Schnelltestmodus ermöglicht es dem Anwender zudem, innerhalb kürzester Zeit einen Batteriestatus abzufragen. So kann er den Werkstattkunden sofort über den Zustand der Batterie informieren. Alle Diagnose- und Ladevorgänge können auch bei eingebauter Batterie erfolgen. GRX-3555 eignet sich auch für die Diagnose von Standard-Batterien in anderen Modellen. Das Gerät kann via SD-Karte aktualisiert werden, so ist es auch in der Lage, künftige Batterietypen zu testen.
„Batterietests sind heute unterjährig essenzielle Servicepunkte, die die Kundenzufriedenheit erheblich verbessert“, so Jörg Kracke, Leiter Aftersales bei Subaru Deutschland. „Deshalb haben wir uns entschieden, eine moderne Batteriediagnosestation zum Servicestandard in allen Subaru-Werkstätten zu machen“, so Kracke weiter.
Nicht billig, aber preiswert
Laut ADAC-Pannenstatistik 2013 sind defekte Batterien schon seit längerem die Pannenursache Nummer eins. Nach Angaben der ADAC-Experten hat sich die Zahl der Batteriepannen seit 1996 mehr als vervierfacht, Tendenz stark steigend. Diese Entwicklung kann auch Subaru-Partner Bernd Kiessetz, Geschäftsführer des Wiesbadener Autohauses Kiessetz & Schmidt aus seiner täglichen Praxis bestätigen: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich selbst extrem stark entladene Batterien durch das optimale Ladeverfahren wieder in einen guten Zustand versetzen ließen. Das Gerät ist nicht billig, aber für moderne Fahrzeuge mit Start-Stopp-System braucht man heute ein solches Instrument. Und bei konsequentem Einsatz lässt sich damit auch echtes Geld verdienen.“
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