Innenraumdesign Neue Cockpit-Generation, die irgendwie „alt“ aussieht

Von Steffen Dominsky 1 min Lesedauer

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Retro ist in, und das nicht erst seit gestern. Was mit Blick auf die automobile Historie für das äußere Aussehen aktueller Modelle gilt, trifft auch aufs Innenraum-Design zu. So dürfte künftigen, meist älteren Käufern eines VW ID. Polo ihr „Tacho“ irgendwie bekannt vorkommen.

Die Instrumentenanzeige des neuen ID. Polo dürften bei (ehemailgen) Fahrern eines VW aus den 80er bekannt vorkommen.(Bild:  VW AG)
Die Instrumentenanzeige des neuen ID. Polo dürften bei (ehemailgen) Fahrern eines VW aus den 80er bekannt vorkommen.
(Bild: VW AG)

Zugegeben: So viel Mut wie Renault beim neuen R5 hat bzw. wird Volkswagen bei seinem neuen Elektrokleinwagen ID. Polo nicht beweisen. Denn anders als die Franzosen, die den kompletten Innenraum ihres aktuellen R5 mit Anleihen vom historischen Vorbild gespickt haben, werden es die Wolfsburger wohl beim Cockpit bzw. dessen, was mal einst der Instrumententräger war, bewenden lassen – aber immerhin.

Ab Modelljahr 1981 (August/September 1980) verfügt der VW Golf über ein neues Design der Tachoeinheit mit eckigem Layout. Bis dahin besaß der Wolfsburger klassische Rundinstrumente mit spitzen, kegelförmigen Klarglasabdeckungen, was diesen in Fachkreisen den Spitznamen „Tittentacho“ einbrachte. (Bild:  Ascari)
Ab Modelljahr 1981 (August/September 1980) verfügt der VW Golf über ein neues Design der Tachoeinheit mit eckigem Layout. Bis dahin besaß der Wolfsburger klassische Rundinstrumente mit spitzen, kegelförmigen Klarglasabdeckungen, was diesen in Fachkreisen den Spitznamen „Tittentacho“ einbrachte.
(Bild: Ascari)

Nichtsdestotrotz spricht der Konzern von einer „innovativen Interieur- und Cockpit-Architektur, die auf Basis von Kundenfeedbacks komplett neu gestaltet und systematisch optimiert wurde.“ Diese soll mit einer neuen Klarheit und Wertigkeit und einer intuitiven Steuerung glänzen, für die vertraute VW-Bedienmuster übernommen und weiterentwickelt wurden. Den Charme der 80er-Jahre soll künftig eine Retro-Anzeige versprühen. So sollen sich beim neuen Modell mit einem Tastendruck die Anzeigen der digitalen Instrumente in Bildschirmansichten verwandeln, die an den ersten Golf erinnern. Genauer gesagt an die modellgepflegte Variante der Tacho-Einheit, wie sie ab Modelljahr 1980 zum Einsatz kam. Und auch die Einheit der zweiten Generation Polo/Derby ab 1981 besitzt ein nahezu identisches Layout. Volkswagen spricht in diesem Zusammenhang von unerwarteten Details, die eine emotionale Verbindung schaffen sollen, und fasst diese unter dem Begriff „Secret Sauce“ zusammen.

Auch der Polo bzw. das Huckepack-Derivat Derby bot ab 1981 (Modell '82) über dem Golf sehr ähnliche Instrumente. Auch das gesamte Armaturenbrett unterstützte, wie seinerzeit oft üblich, eine intuitive Nutzung/Bedienung.(Bild:  VW AG)
Auch der Polo bzw. das Huckepack-Derivat Derby bot ab 1981 (Modell '82) über dem Golf sehr ähnliche Instrumente. Auch das gesamte Armaturenbrett unterstützte, wie seinerzeit oft üblich, eine intuitive Nutzung/Bedienung.
(Bild: VW AG)

Doch nicht nur in Sachen Design gehen die Innenraum-Verantwortlichen wieder einen Schritt zurück. Allen voran bei der Bedienung haben sich diese an historischen bzw. älteren Modellen orientiert – und das aus gutem Grund. So solle mehr Tasten für Direktfunktionen, ein Multifunktionslenkrad mit klarer Tastensteuerung und die Übernahme gewohnter VW-Bedienmuster wieder eher eine Bedienung des Fahrzeugs ermöglichen, wie sie einst üblich war: Nämlich ohne ein stundenlanges Studium von digitaler) Bedienungsanleitungen und vor allem intuitiv und nicht derart vom Verkehrsgeschehen ablenkend, wie aktuell vielfach der Fall.

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