Neue Kfz-Steuer: Die Kleinen profitieren
Seit dem 1. Juli gilt für Neuwagen die reformierte Kfz-Steuer. Die Höhe der Steuer, die vorerst nur für Neuwagen gilt, wird jetzt neben dem Hubraum vor allem vom CO2-Ausstoß bestimmt.
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Seit dem 1. Juli gilt für Neuwagen die reformierte Kfz-Steuer. Die Höhe der Steuer, die vorerst nur für Neuwagen gilt, wird jetzt neben dem Hubraum vor allem vom CO2-Ausstoß bestimmt. Davon profitieren insbesondere verbrauchsarme Fahrzeuge mit kleinem Hubraum und Dieselfahrzeuge, während Benziner mit großem Hubraum teurer werden.
Mit der Kfz-Steuerreform sind je 100 Kubikzentimeter Hubraum bei Ottomotoren zwei Euro fällig, für Dieseltriebwerke 9,50 Euro. Pkw mit einer CO2-Emission von weniger als 120 g/km sind steuerfrei. Werden mehr als 120 g/km CO2 aus dem Auspufftopf gefeuert, müssen pro Gramm nochmals zwei Euro draufgelegt werden (ab 2012: 110 g/km; ab 2014: 95 g/km).
Höchste Steuerersparnis 126 Euro
Wie viel Steuern zukünftig bezahlt werden müssen, haben die Marktbeobachtungs-Experten von EurotaxSchwacke für ausgewählte Modelle ermittelt (siehe „Mehr zum Thema“). Die höchste Steuerersparnis mit etwas mehr als 126 Euro kann der A 160 CDI von Mercedes für sich in Anspruch nehmen. Der Fahrer eines Porsche Cayenne GTS dagegen muss anstatt 330 Euro nach der neuen Regelung 580 Euro für seinen luxuriösen Geländegänger parat haben. Das sind rund 250 Euro mehr im Vergleich zur alten Regelung.
Ferrari-Fahrer müssen mehr bezahlen
Noch tiefer müssen die Eigner von Exoten wie beispielsweise dem Ferrari 599 GTB Fiorano (plus 455 Euro), der Viper SRT-10 von Dodge (plus 341 Euro) und dem Maserati Granturismo S (plus 306 Euro) in die Tasche greifen.
Fiat 500 ist Steuer-Sparfuchs
Bei den kleinen Stadtflitzern ist der Fiat 500 1.2 Pop Steuer-Sparfuchs Nummer Eins: Hier sinkt die Steuerbelastung von rund 87 Euro auf 26 Euro. Beim Smart sind jetzt nur noch 20 Euro anstatt 67,50 Euro fällig. Das bedeutet eine Ersparnis von 47,50 Euro.
In der Kompaktklasse können die Benziner nicht wirklich trumpfen in Sachen Steuererleichterung, sehr wohl dagegen die Dieselfahrzeuge. Allen voran spart man bei einem VW Golf TDI DPF pro Jahr fast 103 Euro.
Hälfte der Neuwagen profitiert von Steuerreform
EurotaxSchwacke geht davon aus, dass sich die neue Kfz-Steuer für rund die Hälfte aller zur Zeit am deutschen Markt erhältlichen Neuwagen positiv auswirken wird. Rund ein Viertel muss sich allerdings mit einer geringen Ersparnis von weniger als 50 Euro begnügen; bei 19 Prozent liegt die Ersparnis zwischen 50 und 99 Euro pro Jahr. Nur ein Zehntel aller erhältlichen Neuwagen wird durch die neue Regelung mit einer Erhöhung von mehr als 100 Euro pro Jahr belastet.
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