Neue Regeln für Scheinwerfereinstellung

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Neuregelung für Scheinwerfereinstellplätze gilt ab Januar 2017. Doch schon jetzt sollten sich die Betriebe damit auseinandersetzen, empfahl Obermeister Lothar Freese auf der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Ostfriesland.

Lothar Freese, Obermeister Kfz-Innung Ostfriesland.
Lothar Freese, Obermeister Kfz-Innung Ostfriesland.
(Foto: Zietz)

Auf Kfz-Betriebe kommt eine weitere Herausforderung zu: Ab Januar 2017 gilt die Neuregelung der Scheinwerfereinstellplätze. Wenn die Kfz-Betriebe die Vorgaben noch nicht erfüllen, müssen sie sich bis spätestens dann darauf einstellen. „Ich empfehle den Betrieben, sich frühzeitig mit der Thematik auseinanderzusetzen und gegebenenfalls die entsprechenden Anpassungen einzuleiten“, sagte Lothar Freese, Obermeister der Kfz-Innung Ostfriesland.

Die Werkstätten müssen mehrere Voraussetzungen erfüllen: Erstens muss der Betrieb einen Scheinwerferprüfplatz definieren, der den Anforderungen bezüglich der Größe entspricht. Zweitens: Die Fahrzeugstellfläche muss die Anforderungen in Sachen Planheit erfüllen, unabhängig vom Untergrund. Als solcher kann sowohl der Hallenboden (Beton oder Fliesen) als auch eine Auffahrbühne (Scheren-, Viersäulen- oder Unterflurbühne) dienen.

Meisterjubiläen: (v. li.) Ubbo Dieker (60 Jahre), Peter-Heinrich Snackenborg (50 Jahre), Christian Thieme (40 Jahre), Josef Westerhoff (25 Jahre) und Obermeister Lothar Freese.
Meisterjubiläen: (v. li.) Ubbo Dieker (60 Jahre), Peter-Heinrich Snackenborg (50 Jahre), Christian Thieme (40 Jahre), Josef Westerhoff (25 Jahre) und Obermeister Lothar Freese.
(Foto: Zietz)

Für eine Bühne spricht, dass sie serienmäßig plan und mit einstellbaren Endanschlägen einfach „ins Wasser“ zu bringen ist. Zudem kann man sie bzw. den Arbeitsplatz auch dazu nutzen, Fahrzeuge zu vermessen und Assistenzsysteme zu kalibrieren. Auch das Einstellen von Nebenscheinwerfern gelingt dank Bühne in der Praxis oftmals schneller und einfacher.

Einstellplätze in den Werkstätten werden aufgrund der Einrichtungen zur Umfelderkennung in den Fahrzeugen immer größere Bedeutung erlangen. Kamera- und Radarsysteme erfordern entsprechende Flächen und eine besondere Ausbildung der Mitarbeiter. Diese gut ausgebildeten Fachleute sind nicht nur in Kfz-Werkstätten gefragt. In der Region gibt es auch viele Firmen, die Fachleute für die Reparatur hoch technisierter Baumaschinen suchen.

Zudem will Obermeister Freese weiter den Fokus auf die Gewinnung von Nachwuchskräften richten. Die Einführung der Zusatzqualifikation Old- und Youngtimer parallel zur Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker kommt bei den jungen Leuten gut an. Bereits der vierte Azubi-Jahrgang durchläuft die Zusatzqualifikation.

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