Autobörse Neue Verkaufsplattform von und für Händler

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Erstmals bietet der Autohandel eine eigene Online-Verkaufsbörse an. Wie „Alles.Auto“ funktioniert, stellten die ZDK-Fachgruppe Fabrikatsvereinigung und der Wirtschaftsausschuss vor. Um das Komplettangebot für Händler und Kunde weiter auszubauen, hofft der Anbieter auf Autohändler, die sich als Gesellschafter beteiligen.

Omnichannel für den Autohandel und den Kunden: Alles.Auto ist seit Dezember mit seiner Autobörse online und hebt sich von den bisherigen Plattformen ab.(Bild:  Alles.Auto)
Omnichannel für den Autohandel und den Kunden: Alles.Auto ist seit Dezember mit seiner Autobörse online und hebt sich von den bisherigen Plattformen ab.
(Bild: Alles.Auto)

Rund 33.000 Autos, Neu- wie Gebrauchtwagen, stehen interessierten Käufern bundesweit auf der neuen Onlineplattform Alles.Auto zur Verfügung. Der wesentliche Unterschied zu den bisherigen Autobörsen ist das Rundum-Sorglos-Paket, das das Start-up sowohl Autohändlern als auch Kunden bietet. Und: Es ist eine Plattform, die Autohändler entwickelt haben.

Die wesentlichen Vorteile und Funktionen des Angebotes erläuterten Georg Rudtke und Markus Buser von Alles.Auto am Donnerstag den Mitgliedern des ZDK-Wirtschaftsausschusses und der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen in ihrer gemeinsamen Onlinesitzung zum Thema neue Onlineangebote für den Autohandel.

Seit Mitte Dezember 2022 ist Alles.Auto online und richtet sich als ganzheitlicher One-Stop-Shop unter dem Motto „Von Händlern für Händler“ an den Autohandel. Die Initiative geht ursprünglich auf die Autohaus-Gruppe AVAG zurück. Inzwischen wurde Alles.Auto unter dem Vorsitz von Patrick Mayer im Oktober 2022 als eigene Aktionsgesellschaft mit Sitz in München gegründet.

Ziel der Autobörse ist es, Autohändlern einen unabhängigen Online-Vertrieb zu bieten, parallel zu ihrem stationären Verkauf. Der Onlinevertrieb sei schließlich nicht mehr wegzudenken, so Buser. Sowohl den Kauf als auch die Autofinanzierung würden Kunden laut einer Umfrage mit mehr als 60 Prozent vorzugsweise inzwischen online tätigen. Gut 70 Prozent wollen aber nicht auf eine Probefahrt verzichten.

Auch die persönliche Beratung rund um den Verkauf wünschten Kunden, ebenso wie Angebote nach dem Kauf, zum Beispiel digital buchbare Termine für die Werkstattwartung und Angebote von Originalzubehör. Dem trägt die Plattform als Omnichannel Rechnung: Der Kunde kann nicht nur beim Autokauf sein bisheriges Fahrzeug beim Händler in Zahlung geben, sondern erhält auf Wunsch auch ein großes Paket an Dienstleistungen und zusätzlichen Angeboten. Der Händler sei durch die vielen Schnittstellen stets eingebunden und könne die werbefreie Plattform auch Label-frei nutzen, betonten die Vertreter von Alles Auto.

Der interessierte Kunde und spätere Käufer profitiere ebenfalls von dem Alles-aus-einer-Hand-Angebot, so Rudtke: Leasing, Finanzierung, Versicherung und Zulassung sowie Dienstleistungspakete direkt beim Autohändler seien buchbar. Damit hebe sich Alles.Auto von den gängigen Onlinebörsen ab und sei zudem für den Händler günstiger.

Prozesse wie im Autohaus

Schneller und einfacher soll es auch sein. Die intuitive Bedienung der Seite soll durch hinterlegte umfangreiche Fahrzeuginformationen zudem fehlerfreier sein. Neuwagen können konfiguriert und der eigene Wagen zur Inzahlungnahme in Verbindung mit dem Autokauf vom Kunden gleich eingestellt werden. Alle Prozesse laufen wie im Autohaus ab: Erst wenn der Kunde den vorvertraglichen Informationspflichten zugestimmt hat, wird die Bestellung ausgelöst. Über die werde der Händler per Mail informiert, so Buser.

Seit dem Start im Dezember konzentriere sich Alles.Auto nun auf die Vermarktung und möchte durch weitere Gesellschafter aus dem Autohandel sein Angebot auf eine möglichst breite Basis stellen. Wie viele Gesellschafter und Autohändler bereits mit im Boot sind, wollten Rudtke und Buser nicht verraten, außer, dass bereits Mitglieder der Ausschussrunde vertreten seien.

Die Teilnehmer des Wirtschaftsausschusses und der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen zeigten sich beeindruckt und lobten die Plattform als spannendes Produkt. Es sei ein gutes Beispiel dafür, wie der Autohandel mit einem eigenen Angebot herstellerunabhängig am Onlinevertrieb teilnehmen könne, sagte beispielsweise Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg. Dem schloss sich Mark Scherhag als Sitzungsleiter und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses an: Die Verbandsstruktur sei mit ihren vielen Mitgliedern bei der Verbreitung des Angebots ein starkes Zugpferd. Deshalb lohne es sich für beide Seiten ins Gespräch zu kommen.

(ID:48997879)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung