Großes Interesse an E-Mobilität Automessen sind nicht tot

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Autos anfassen und testen, vor allem E-Autos: Für ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn zeigte der Besucherrekord der Erfurter Automesse deutlich, welche Rolle der Autohandel noch immer hat. Er verbuchte so viele Leads wie noch nie.

Vor allem der neue Skoda Elroq zog das Interesse der Besucher am Stand der Autohausgruppe Liebe auf der Erfurter Automesse an.(Bild:  Thomas Peckruhn)
Vor allem der neue Skoda Elroq zog das Interesse der Besucher am Stand der Autohausgruppe Liebe auf der Erfurter Automesse an.
(Bild: Thomas Peckruhn)

„Die Automesse ist nicht tot“, sagt Thomas Peckruhn, ZDK-Vizepräsident und Sprecher der Fachgruppe Fabrikatsvereinigung im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). In diesem Jahr habe die Teilnahme seiner Autohausgruppe an der Automobilmesse Erfurt (AME) so viele Leads wie noch nie generiert. Die Messe hat in diesem Jahr einen beeindruckenden Besucherrekord von rund 30.000 Menschen erzielt und zeigt damit, dass das Konzept der Automessen nach wie vor relevant ist.

„Der Ruf von Automessen hat in den vergangenen Jahren stark gelitten, doch die Automesse Erfurt beweist das Gegenteil“, so Peckruhn. Besonders positiv stimmen ihn die zahlreichen Probefahrten, die während der Messe durchgeführt wurden, sowie das sehr hohe Interesse der Kunden an Elektrofahrzeugen.

Besucher der Automesse zeigten großes Interesse daran, Neuwagen mehrerer Marken hautnah zu erleben, Probe zu fahren und sich direkt mit den Händlern auszutauschen. Diese Erfahrung wird von den Kunden geschätzt, was sich in der hohen Besucherzahl widerspiegelt.

Ein herausragendes Merkmal der diesjährigen Automesse war für Peckruhn das große Interesse an Elektroautos. Erstmals übertraf die Anzahl der Anfragen für Elektrofahrzeuge die für Verbrennungsmotoren. Dies sei unter anderem auf die Präsentation des Skoda Elroq zurückzuführen, der auf der Messe vorgestellt wurde. Insbesondere die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens stieß bei Besuchern auf ein großes Echo. Doch während die Technik und Antriebsart die Kunden durchaus begeisterten, seien die fehlenden Rahmenbedingungen problematisch. Peckruhn ist sich sicher, dass Kunden bereit seien, auf E-Autos umzusteigen, wenn die Ladeinfrastruktur besser ausgebaut und vor allem die Strompreise günstiger wären.

Dass die Erfurter Automesse so gut funktioniere, liege daran, dass sie eine „Händlermesse“ mit Unternehmen aus der Region und weniger touristisch aufgezogen sei als andere. Peckruhn: „Der Fokus der Erfurter Messe liegt auf dem Autohandel. Das ist das, was die Besucher wünschen.“ Der Erfolg der Messe unterstreiche klar die Position der Autohändler: Kunden wünschen nicht nur den direkten Kontakt zum Händler, sondern auch zum Auto.

Die AME habe sich klar als Plattform für den direkten Kontakt zwischen Käufern, Händlern und Herstellern positioniert. Für Peckruhn ist daher der Termin der Messe im kommenden Jahr – 23. bis 25. Januar 2026 – schon eingetragen.

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