Volkswagen Neue Vertriebspartner im Lebensmittel-Einzelhandel

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Autobauer setzt bei seinem Verkaufsschlager auf neue Vertriebspartner und neue Angebotsformen. Schon im Juni geht es los. Der bundesweite Rollout soll folgen. Übrigens: Es geht nicht um den Golf.

Der Volkswagenkonzern will mit der Kantinen-Currywurst bundesweit ins Geschäft kommen.(Bild:  Volkswagen)
Der Volkswagenkonzern will mit der Kantinen-Currywurst bundesweit ins Geschäft kommen.
(Bild: Volkswagen)

Bei Volkswagen geht es immer mehr um die Wurst: Ab Mitte Juni soll es die VW-Currywurst auch im Supermarkt geben – als Komplettgericht für die Mikrowelle. Damit will VW dem Absatz des werkseigenen Fleischprodukts noch einmal richtig Schub geben. „Das wollen wir jetzt noch einmal steigern“, sagte der Leiter der Volkswagen-Fleischerei, Dietmar Schulz, in Wolfsburg.

Ganz neu ist die Idee nicht: Meica bietet schon seit 2001 eine Currywurst als Fertiggericht für die Mikrowelle an, schon geschnitten und komplett mit Currypulver und Ketchup. Andere Hersteller zogen nach. Und auch die VW-Wurst gibt es in Norddeutschland seit 2007 im Supermarkt. Bisher aber nur zum selbst Braten.

Bundesweite Verbreitung als Ziel

Das soll die neue Fertig-Wurst nun ändern. Zunächst wird auch sie nur in Nord- und Ostdeutschland bei Edeka und Netto zu haben sein. Doch, so Schulz, das solle nur der Anfang sein. Ziel sei eine bundesweite Verbreitung. „Und ich bin überzeugt, dass wir uns sehr schnell über Norddeutschland hinaus entwickeln werden.“

Die Konzern-Currywurst gibt es auch in der Skoda-Kantine in Weiterstadt.(Bild:  Grimm)
Die Konzern-Currywurst gibt es auch in der Skoda-Kantine in Weiterstadt.
(Bild: Grimm)

In einem Punkt wird sich die Wolfsburger Fertig-Wurst von den Produkten der Konkurrenz unterscheiden: Das Curry-Pulver zum Darüberstreuen fehlt. Darauf habe man bewusst verzichtet, sagt Schulz. Denn bei VW sei das Gewürz schon in der Wurst selbst, ebenso im Ketchup. „Da ist schon genug Curry drin“, meint Schulz. „Da muss kein Pulver mehr drauf.“

Mehr Würste als VW-Autos

Die VW-Currywurst, einst für die eigenen Werkskantinen entwickelt, ist schon bisher das meistverkaufte Produkt der Wolfsburger Kernmarke. 8,552 Millionen Stück wurden 2024 in Kantinen und Supermärkten abgesetzt. Dem standen rund 5,2 Millionen Pkw und Transporter mit VW-Logo gegenüber. Inklusive aller Konzerntöchter lagen die Fahrzeuge mit 9,03 Millionen aber noch knapp vorn. Doch während der Autoabsatz zuletzt schwächelte, konnte die Wurst weiter zulegen.

Die VW-Currywurst wurde 1973 aufgelegt. Hergestellt wird sie in der Fleischerei der werkseigenen Volkswagen Service Factory. VW gab ihr sogar eine eigene Teilenummer: 199 398 500 A.

Die Verbannung des Klassikers aus einer VW-Kantine in Wolfsburg hatte 2021 bundesweit für Wirbel gesorgt. Vor allem die Reaktion von SPD-Altkanzler Gerhard Schröder über den „Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion“ befeuerte damals eine Debatte. 2023 hob VW den Currywurst-Bann in der betreffenden Kantine wieder auf. In den übrigen mehr als 30 Kantinen und Kiosken im Werk war das Fleischprodukt stets im Angebot geblieben.

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