Bauen im Bestand
Neue Werkstatt, altes Gewand
Anbieter zum Thema
Für Marc Halbig stand fest: Entweder er baut die Werkstatt komplett um, oder er lässt es mit dem Kfz-Betrieb bleiben. Der 32-jährige Geschäftsführer des Autohauses Straus wollte keine Flickschusterei mehr, sondern eine nachhaltige Lösung für die nächsten Jahrzehnte.
Halbherzige Lösungen und ein „weiter so“ mit den über den Jahrzehnten gewachsen, mittlerweile veralteten und ineffizienten Strukturen kamen für ihn nicht infrage. Als Marc Halbig 2018 tiefer in den vom Großvater gegründeten Kfz-Betrieb eingestiegen ist, stand seine Entscheidung fest: Es musste eine komplette Neugestaltung der Kfz-Werkstatt her, die nicht nur die Arbeitsabläufe optimierte, sondern auch die Energieeffizienz des Betriebs ins Visier nahm. Das Ergebnis: mehr Produktivität, bessere Kommunikation und eine zukunftssichere Werkstatt – und das alles ohne einen Neubau. Die Entscheidung gegen einen Neubau war gut überlegt. Das Autohaus Straus ist seit seiner Gründung in den 1960er Jahren an diesem Standort verwurzelt – ein Betrieb, der historisch gewachsen ist. Die Werkstatthalle selbst existiert schon seit Betriebsbeginn, mit verschiedenen Anbauten aus den 1970er und 1990er Jahren. Auch die Tankstelle existiert bereits seit Jahrzehnten. Parallel dazu ist auch das Portfolio des Betriebs stetig gewachsen. Als zertifizierter Ford-Servicepartner bietet das Autohaus Straus klassischen Pkw-Service an. Darüber hinaus ist der Familienbetrieb auf Karosserie- und Lackierarbeiten spezialisiert – nicht nur für Pkw und Transporter, sondern sogar für Omnibusse, was in der Region einzigartig ist. Ford-Enthusiasten finden hier zudem ein breites Tuning-Angebot. Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch die Zertifizierung als Caravan-Fachbetrieb.
Ein Neubau hätte Marc Halbig vor massive Herausforderungen gestellt: Zunächst die Frage der Grundstücksfindung in der ländlichen Region. Zudem wären die Kosten erheblich gewesen – geschätzte 1,5 bis 2 Millionen Euro im Vergleich zu den tatsächlich investierten etwa eine Million Euro für den Umbau. Nicht zuletzt wollte Halbig den Betrieb weiterhin persönlich überblicken können. Vom ursprünglichen Bestandsgebäude blieb am Ende nur noch die Hülle übrig. Der Boden wurde komplett neu gemacht, die Infrastruktur komplett neu gedacht. Bestehende Anlagen wie Ölabscheider und das Druckluft-System konnten aber weiterverwendet werden – ein weiterer Kostenvorteil gegenüber einem Komplettneubau.
-
4 Wochen kostenlos testen
-
Danach 17,90 € / Monat
-
Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen