EU Neuer GVO-Entwurf gestattet Agentursystem nur unter strengen Auflagen

Autor Doris Pfaff

Die EU will das Agenturmodell an strenge Voraussetzungen geknüpft wissen und den Direktvertrieb künftig an Regeln gebunden haben. Das zumindest sind die Leitlinien, die die EU-Kommission im Entwurf zur neuen Vertikal-GVO vorgibt. Für den Autohandel gilt dies als wichtiges positives Signal.

Der erste Entwurf der EU-Kommission zur neuen GVO stärkt aus Sicht des Kfz-Gewerbes die Position des Autohandels gegenüber den Autoherstellern.
Der erste Entwurf der EU-Kommission zur neuen GVO stärkt aus Sicht des Kfz-Gewerbes die Position des Autohandels gegenüber den Autoherstellern.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Mehr als 100 Seiten umfasst der Entwurf zur neuen Gruppenfreistellungsverordnung für vertikale Vereinbarungen (Vertikal-GVO) nebst den ergänzenden Leitlinien, den die EU-Kommission als oberste Hüterin des europäischen Wettbewerbsrechts vergangenen Freitag in Brüssel vorgelegt hat. Eine detaillierte Bewertung durch den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) steht noch aus. Aber zwei Themen der branchenübergreifenden Verordnung und der Leitlinien seien für den Autohandel besonders wichtig und zeigten deutlich die Position der EU-Kommission, erklärte Antje Woltermann, Geschäftsführerin der ZDK-Abteilung Betriebs- und Volkswirtschaft, Fabrikate.

Zum einen halte die EU-Kommission zukünftig veränderte Regelungen für den sogenannten zweigleisigen Vertrieb für erforderlich. In der Vergangenheit sei es eher die Ausnahme gewesen, dass Hersteller in direkten Wettbewerb zu ihren Händlern getreten seien, so Woltermann. Das habe sich durch die Entwicklung des Onlinegeschäfts stark gewandelt.