Neuer Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Kfz-Innung Mittelrhein hat einen neuen Obermeister. Hans-Werner Norren, Präsident des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz, übernimmt das Amt von Mark Scherhag.

Neuer Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein: Hans-Werner Norren.
Neuer Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein: Hans-Werner Norren.
(Foto: Zietz)

Die Kfz-Innung Mittelrhein (Koblenz) hat eine neue Spitze: Auf der Jahresversammlung wählten sie einstimmig Hans-Werner Norren zum neuen Obermeister. Damit übernimmt Norren, der bereits stellvertretender Obermeister war und weiterhin als Präsident des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz aktiv ist, weitere Aufgaben.

Norren folgt im Obermeisteramt auf Mark Scherhag, der nicht mehr zur Wiederwahl antrat. Als Vizepräsident der Handwerkskammer Koblenz darf Scherhag das Obermeisteramt nicht mehr ausüben. Er bleibt aber als Beisitzer dem Innungsvorstand erhalten. Zum neuen stellvertretenden Obermeister wurde Hans Georg Loser aus Lahnstein gewählt, bisher stellvertretender Lehrlingswart. In dieser Funktion folgt ihm Hans-Martin Meurer aus Cochem nach.

Norren, der künftig die Innung mit ihren 230 Mitgliedsbetrieben und 390 Auszubildenden führt, will die Förderung der Nachwuchskräfte weiter vorantreiben. Dazu gehört auch das im Kfz-Gewerbe einmalige Modell der Kfz-Innung Mittelrhein: An einem einzigen Tag werden alle Prüflinge dezentral für den Teil 2 der Gesellenprüfung in 15 Betrieben geprüft. „Man ist ganz gut auf Achse, um gleichwertige Prüfungsbedingungen zu erhalten“, erklärte Siegfried Blüml, Vorsitzender der Prüfungskommission. Pro Betrieb seien vier Prüfer vor Ort.

Für Blüml bedeutet das Modell regelmäßig einen Zwölf-Stundentag. Aber damit ist die Gesellenprüfung Teil 2 an einem Tag abgeschlossen. 108 Prüflinge waren in der letzten Prüfung angetreten, nur sieben verfehlten das Ziel. Aber sehr gute Ergebnisse wurden auch nicht erreicht. „Es gab keine Prüfungsnote 1 in diesem Jahr“ bedauert Blüml. Die Ausbildungszahlen steigen in der Innung Mittelrhein wieder an. In den vergangenen zwei Jahren hatten die Betriebe 15 Prozent weniger Lehrverträge abgeschlossen.

Dagegen äußerte sich Norren skeptisch über die Zukunft der Elektromobilität. „Das Elektroauto wird sich vermutlich nicht durchsetzen“, ist der Obermeister und Landesverbandspräsident überzeugt. In ganz Rheinland-Pfalz seien derzeit 150 Fahrzeuge mit Elektroantrieb zugelassen. „Die Zahl spricht für sich“, sagte Norren und wollte dem nichts weiter hinzufügen. Der Hybridantrieb werde zweifellos vom Kunden angenommen. Aber rein elektrisch wolle kaum einer fahren.

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