Neues Ausbildungszentrum in Marl

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Vestische Innung baut auf die Zukunft: In Marl entsteht für drei Millionen Euro ein neues Ausbildungszentrum.

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Die Vestische Innung des Kfz-Gewerbes Recklinghausen und Gelsenkirchen will in Marl ein regionales Ausbildungs- und Schulungszentrum bauen. „In das neue Gebäude investieren wir rund drei Millionen Euro“, sagte die Obermeisterin Dietlinde Stüben-Endres bei Vorstellung der Pläne in Marl.

Der von dem Generalbauunternehmen Borgers entworfene Plan sieht ein zweigeschossiges Büro mit Schulungszentrum und der Werkstatt vor. Das Gebäude soll Tradition und Moderne verbinden, das bringen nicht zuletzt die Fassadenelemente von Metall über Wärmedämmverbundsystem bis zum Verblendmauerwerk zum Ausdruck. Bei der Erstellung der gesamten Baumaßnahme will die Innung Handwerksfirmen aus der Region einbinden.

Bereits von Beginn an setzt die Innung auf neueste Technik bei der Schulung. „In dem neuen Schulungszentrum werden wir über großzügige Räumlichkeiten und eine optimale technische Ausstattung verfügen und können so auch den aktuellen Anforderungen, die heute in den Bereichen Elektromobilität, Hybridtechnik und Wasserstoffantriebe an die Aus- und Weiterbildung gestellt werden, in besonderer Weise gerecht werden“, erklärte Innungsgeschäftsführerin Friederike Tanzeglock.

Die Umsetzungspläne sind ehrgeizig. Die Räumlichkeiten auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Grundstück sollen bis Herbst 2012 fertig sein. „Bereits im September wollen wir die Abschlussprüfung im neuen Ausbildungszentrum vornehmen“, betont Tanzeglock.

Aus Sicht der Obermeisterin ist Marl der ideale Standort: „Es liegt zentral in der Innung und ist somit für alle Auszubildenden gut zu erreichen.“ Pro Jahr rechnet die Innung mit 600 Auszubildenden über alle Lehrjahre hinweg aus den 243 Mitgliedbetrieben im Kreis Recklinghausen, Gelsenkirchen und Bottrop. Zudem sollen 36 Gesellen zur Meisterprüfung vorbereitet werden (Teil I und II).

Durch den Bau will die Innung zehn Arbeitsplätze langfristig sichern und drei neue Arbeitsplätze in Marl schaffen. Insgesamt sollen sieben Ausbildungsmeister am dem Schulungszentrum lehren.

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