Neues BMW Karosserie- und Lackzentrum

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

In München nimmt das Kompetenzzentrum für Unfallinstandsetzung seinen Betrieb auf. Jährlich sollen dort 11.000 Fahrzeuge repariert werden.

Die BMW-Niederlassung München hat am Mittwoch ihr neues Karosserie- und Lackzentrum in Garching eröffnet. Auf einer Fläche von insgesamt 6.800 Quadratmetern entstand für rund 12 Millionen Euro das neue Kompetenzzentrum rund um das Thema Unfallinstandsetzung.

Dort werden künftig sämtliche Karosserie- und Lackschäden der Marken BMW und Mini zusammengefasst, die bislang in den einzelnen Filialen der Niederlassung repariert wurden. Ab dem 11. September sollen im Zweischichtbetrieb von 6 bis 24 Uhr alle Karosserie- und Lackschäden der Niederlassung München sowie der Dienst- und Vorführwagen der BMW AG repariert werden. Jährlich werden so rund 11.000 Fahrzeuge das Zentrum durchlaufen, sagte der Leiter der BMW Niederlassung München, Dr. Wolfgang Armbrecht in seiner Eröffnungsrede.

Darüber hinaus ist das BMW Karosserie- und Lackzentrum der einzige europäische Festland-Stützpunkt für Aluminiumreparaturen der Marken BMW und Rolls Royce.

Optische Achsvermessung

Die neue Betriebsstätte teilt sich auf in den mechanischen und elektrischen Bereich, in die Karosserieinstandsetzung inklusive Rahmenrichtbankraum und die Lackiererei. Die separaten Funktionsbereiche wurden in der logischen Reihenfolge des Prozessablaufs umgesetzt. Die mechanische Abteilung wurde mit acht Arbeitsplätzen gemäß den neuesten BMW-Reparaturstandards ausgestattet. Unter anderem ist hier die optische Achsvermessung zu erwähnen, die auf Lasertechnik basiert und erstmals in den Werkstätten der Münchner Niederlassung eingesetzt wird.

Die vier PC-gesteuerten Lackierkabinen der Firma Wolf mit direkt angeschlossenen Trocknern gewährleisten einen optimalen Prozessfluss. Innerhalb eines Zeitraums von 30-40 Minuten wird der frisch auf das Fahrzeug aufgetragene Lack bei einer Temperatur von 85° C getrocknet. Die schnellere Trocknung des Lacks sorgt für eine bessere Qualität.

Den neuesten Richtlinien des Umweltschutzes entsprechend, wird in Garching mit Lacken auf Wasserbasis gearbeitet. Die moderne Lackieranlage beschleunigt den anschließenden Verarbeitungsprozess dieser Wasserbasislacke um 20 Prozent. Es gibt insgesamt 22 Karosserie-Arbeitsplätze, zwei Alu-Arbeitsplätze für BMW Z8 und Rolls Royce, 20 einzeln abgrenzbare Lackvorbereitungsplätze, sechs Finish-Arbeitsplätze, zwei Flash-Arbeitsplätze sowie einen Arbeitsplatz für Sicherheitsfahrzeuge.