Neues Geschäftsmodell für Werkstätten
Als Folge der Umweltprämie ist der Werkstattumsatz in der ersten Jahreshälfte merkbar geschrumpft. Servicebetriebe, die sich neue Umsatzquellen erschließen wollen, bietet sich die Vermittlung von Neuwagen an.
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Die Mein-Auto GmbH bietet Werkstätten an, mithilfe des Vermittlerportals Pro-neuwagen.de Neufahrzeuge zu vermarkten. Das Angebot richtet sich an „Werkstätten, die ihre wirtschaftliche Situation verbessern möchten und nach neuen Geschäftsbereichen suchen“. Kurzentschlossene Servicebetriebe könnten damit sogar noch von der Umwelträmie profitieren.
Nach Angaben der Mein-Auto GmbH könnten die Werkstätten über das Vermittlerportal auf ein Netzwerk von etwa 100 deutschen Neuwagenhändlern zugreifen und auf diese Weise mit rund 500 Fahrzeugmodellen der 33 meistverkauften Fabrikate in Deutschland handeln. Gehandelt würden ausschließlich deutsche Neuwagen mit erheblichen Rabatten.
„Für jede Vermittlung eines Neuwagens erhalten die Werkstätten eine Provision, deren Höhe sie selbst festlegen können“, heißt es in einer Mitteilung der Mein-Auto GmbH. Die Teilnahme an Pro-Neuwagen sei für Vermittler und Käufer kostenlos und risikofrei. Den Kaufvertrag schließt der Neuwagenkäufer direkt mit dem Vertragshändler. Er zahlt erst bei der Übernahme des Fahrzeugs. Jeder Käufer erhält die volle Herstellergarantie und freie Werkstattwahl.
Hintergrund des Angebots für die Werkstätten ist der sinkende Umsatz im Wartungs- und Reparaturbereich in den ersten fünf Monaten des Jahres. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts mussten Werkstätten aufgrund der Vielzahl verschrotteter Fahrzeuge im Zuge der Umweltprämie in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Umsatzminus von 3,8 Prozent hinnehmen. Demgegenüber stieg der Umsatz im Autohandel im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent.
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