Neues Labor für Fahrzeugtechnik
Die Gewerbliche Schule Göppingen hat ihre Labor für Fahrzeugtechnik eingeweiht. Damit schließt die Ausbildungsstätte eine Lücke zwischen Theorie und Praxis.
Die Gewerbliche Schule Göppingen hat ihre Labor für Fahrzeugtechnik eingeweiht. Damit schließt die Ausbildungsstätte eine Lücke zwischen Theorie und Praxis. An den Kosten des 300.000 Euro teuren Projektes beteiligten sich Landkreis und Kfz-Innung.
Seit Ende vergangenen Jahres können die Dozenten der Schule auf sechs unterschiedliche Module zurückgreifen. Diese Module werden sonst in handelsübliche Fahrzeuge eingebaut. Allerdings sind die Abläufe in den Motoren wie einem FSI-Direkteinspritzer oder Common-Rail-Aggregat von Daimler ebenso sichtbar wie die Schaltung eines Vectra-Automatikgetriebes.
Alle Daten der Labormodule können an acht Arbeitsplätze verteilt werden. Diese sind mit entsprechenden Schaltplänen und Messgeräten sowie Computer ausgestattet. Damit können bis zu 16 Schüler in Zweiergruppen gleichzeitig am laufenden Modul arbeiten und Ergebnisse auswerten.
Auswertung realer Daten
„Die Auswertung realer Daten ist für ein besseres Verständnis der Fahrzeugtechnik sehr wichtig“, sagt Berufschullehrer Jörg Schäffer. Interessant werde es für Schüler, wenn sie sich auf Fehlersuche begeben können. Dies ist nun möglich.
„Mit der zunehmenden Bedeutung von elektronischen Komponenten wachsen die Anforderungen an die Ausbildung des Fachpersonals“, so Klaus Heschke, Obermeister der Göppinger Kfz-Innung. In einem Auto stecken heute 40 bis 60 derartiger Steuerungen. Ein klassisch ausgebildeter Kfz-Mechaniker sei mit modernen Autos schnell überfordert.
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