Michael Krohn führt Krüll
Das Autohaus Krüll in Hamburg ist kein inhabergeführter Kfz-Betrieb mehr. Nach Stephan und Christian Krüll leitet jetzt der Ex-Dürkop-Chef Michael Krohn die Mehrmarkengruppe.
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Michael Krohn ist seit dem Jahreswechsel neuer Geschäftsführer der Krüll-Gruppe in Hamburg. Er löst damit die bisherigen Geschäftsführer Christian und Stephan Krüll ab, die das Unternehmen Ende Dezember verlassen hatten. Dem Wechsel war offenbar eine familieninterne Auseinandersetzung über den künftigen Kurs der Handelsgruppe vorausgegangen. Die beiden Cousins hatten ihren Abgang mit „unterschiedlichen Auffassungen zur Ausrichtung und Steuerung des Unternehmens mit den weiteren Gesellschaftern“ begründet.
Christian und Stephan Krüll hatten dem 1934 gegründeten Ford-Autohaus eine Mehrmarkenstrategie verordnet. Das Unternehmen wuchs unter der dritten leitenden Familiengeneration zunächst stark, dann stand jedoch eine längere Konsolidierungsphase an. Umfasste das Filialnetz der Krüll-Gruppe 2004 noch 16 Niederlassungen, gibt es heute noch 9 Standorte in Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen. Die Mitarbeiterzahl sank von deutlich über 600 auf 446 im vergangenen Jahr.
2012 verkaufte die Autohandelsgruppe 6.205 Neuwagen sowie 6.361 Gebrauchte und setzte insgesamt rund 233 Millionen Euro um. Krüll verkauft Ford, Volvo, Opel, Nissan, Honda, Peugeot, Citroen, Jaguar und Landrover. Außerdem gibt es Service-Verträge mit Fiat, Renault und Skoda.
Der 47-jährige Michael Krohn hatte bis Ende September 2012 zehn Jahre lang die Bereiche Finanzen und IT in der Geschäftsleitung der Dürkop-Gruppe in Braunschweig verantwortet.
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