Nextlane „Wir wollen der führende Software-Anbieter für den Automobilvertrieb werden“

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Der international agierende Software-Spezialist Imaweb heißt jetzt Nextlane. Silvia Bürmann, Senior Vice President DACH, erläutert den Grund für die Namensänderung und schildert die Produktstrategie für den deutschen Automobilhandel.

Silvia Bürmann ist bei Nextlane Senior Vice President für die DACH-Region.  (Bild:  Nextlane)
Silvia Bürmann ist bei Nextlane Senior Vice President für die DACH-Region.
(Bild: Nextlane)

Redaktion: Welche Zielsetzung verfolgt Nextlane?

Silvia Bümann: Wir verstehen uns als End-to-End-Lösungsanbieter: Unser Ziel ist es, Autohäuser und OEMs digital zu vernetzen. Wir wollen den Automobilhandel im aktuellen Transformationsprozess begleiten und dazu beitragen, die IT-Landschaft zu harmonisieren – inklusive der Systeme von Drittanbietern wie beispielsweise CRM-Systeme oder digitale Bezahlsysteme. Mit Blick auf den tiefgreifenden Transformationsprozess in der Branche und der Einführung von Agenturmodellen ist das eine Kernaufgabe, die aber alles andere als trivial ist. Die Anforderungen an die Schnittstellen verändern sich sehr schnell und es gibt seitens der OEMs keine einheitliche Strategie. Jeder Hersteller und Importeur hat eigene Vorgaben und es gibt viele Landesspezifika.

Auf welche Produktstrategie setzen Sie, um diese Herausforderung zu meistern?

Wir setzen auf ein breites Software-Portfolio, das auf drei Säulen fußt: Dealer-Management-Systeme (DMS), Digital-Dealer-Solutions (DDS), und Digital-OEM-Solutions (DOS). Das verbindende Element zwischen diesen drei Produktsäulen ist unsere neue offene, cloudbasierte „Nextlane Platform.“ Sie vereinfacht die Kommunikation zwischen den Programmen, die die Händler und die OEMs nutzen. Damit ist sie gewissermaßen unser Herzstück: Mit ihr können wir schnell auf die genannten Veränderungen reagieren. Wir können über unsere Integrationsplattform viel auf europäischer Ebene standardisieren und müssen dann nur noch die länderspezifischen Schnittstellen umsetzen. Unsere Integrationsplattform ermöglicht es uns, sowohl die regionale als auch die internationale Brille aufzusetzen.

Welche DMS und DDS bietet Nextlane dem Handel konkret an?

Unsere beiden DMS-Kernsysteme in Deutschland sind Ecaros und Unicar. Mit den beiden Systemen bilden wir einen Großteil der Fabrikate ab. In unserer DDS-Säule bieten wir ein breites Spektrum an Softwareprogrammen: Mit der Remarketing-App beispielsweise können Autohäuser ihre Fotoaufnahmen professionalisieren. Mit Carswip können Betriebe attraktivere Fahrzeuganzeigen erstellen. Bei Max Lead handelt es sich um ein Tool für das Leadmanagement. Mit Max Sat können Betriebe ihre Online-Reputation verbessern. Zudem bieten wir eine digitale Signatur, ein BI-System und eine digitale Rechnungsstellung an. Einige Programme gibt es auch als Stand-Alone-Lösung.

Nextlane hat kürzlich die Kooperation mit dem CRM-Spezialisten Salesforce bekannt gegeben. Wie profitiert der Handel davon?

Im Zuge der Kooperation mit Salesforce bekommen unsere Kunden über „Nextlane-Platform“ einen einfachen Zugriff auf das CRM-System. Gleichzeitig erhalten die Salesforce-Kunden über den Cloud-Marktplatz von Salesforce Zugang zu unserem kompletten Produktportfolio.

Welche Autohäuser sprechen Sie mit Ihren Lösungen an?

Wir sprechen mit unseren Lösungen freie Betriebe genauso an wie klassische Familienbetriebe und große Autohausgruppen. In der DACH-Region arbeiten wir bereits mit über 800 Händlern zusammen.

Welche Wachstumsziele verfolgt Nextlane in Deutschland?

In mehreren europäischen Ländern sind wir bereits der führende Anbieter von Softwarelösungen für den Automobilvertrieb: 2022 haben wir 100 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und sind zweistellig gewachsen. Deutschland ist dabei ein wichtiger strategischer Markt für uns. Unser Ziel ist ganz klar, mit unserem End-to-End-Lösungsansatz der führende Anbieter von Software für den Automobilvertrieb zu werden. Wir verfolgen auch künftig eine klare Wachstumsstrategie – sowohl organisch als auch über Zukäufe. Unsere aktuelle Produktvielfalt, die darauf abzielt, im Sales- und Aftersales-Bereich die komplette Customer Journey digital abzubilden, resultiert aus den Übernahmen von europaweit zwölf Software-Anbietern.

Warum hat sich Imaweb in Nextlane umbenannt?

Imaweb hatte in den letzten Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Der Markt kannte uns als das, was wir waren, nicht als das, was wir geworden sind. Das Rebranding ermöglichte uns eine bessere Kommunikation unserer Werte und unseres Ziels. Nämlich eine Plattform anzubieten, die es der Automobilindustrie ermöglicht, ihre digitale Transformation zu beschleunigen und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit zu verbessern.

 

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