Dementi Nio dementiert Kaufabsicht für Audi-Werk Brüssel

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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Der chinesische Hersteller hat Berichte belgischer Medien über ein bevorstehendes Angebot für die zum Verkauf stehende Fabrik der Volkswagen-Tochter zurückgewiesen.

VW sucht Investoren für das Audi-Werk in Brüssel.(Bild:  Audi)
VW sucht Investoren für das Audi-Werk in Brüssel.
(Bild: Audi)

Der chinesische E-Auto-Hersteller Nio hat Presseberichte über eine mögliche Übernahme des von der Schließung bedrohten Audi-Werks Brüssel dementiert. Die belgischen Wirtschaftszeitungen „De Tijd“ und „L’Echo“ hatten in der vergangenen Woche gemeldet, dass eine Nio-Delegation das Werk in den vergangenen Wochen besucht habe und der E-Auto-Hersteller dem Volkswagen-Konzern ein Kaufangebot unterbreiten wolle.

Nio habe keine Pläne, das Audi-Werk zu übernehmen, sagte Nio-Gründer William Li laut dem chinesischen Nachrichtenportal „CNEV Post“. Das Unternehmen sei vorsichtig bei Investitionen in Sachanlagen. Die Ausnahme seien Batteriewechselstationen. „Wie kann sich Nio eine Fabrik leisten, die sich Audi nicht leisten kann?“, sagte Li.

Die Zukunft des Audi-Werks, in dem mit dem Elektro-SUV Q8 E-Tron nur ein einziges Modell gebaut wird, ist unklar. In der vergangenen Woche hatte Audi-Produktionsvorstand Gerd Walker bestätigt, dass Volkswagen einen Investor für das Werk seiner Premium-Tochter sucht. Die Produktion des aktuellen Q8 E-Tron soll voraussichtlich im kommenden Jahr auslaufen, den Nachfolger will Audi nach aktuellem Stand in Mexiko bauen.

Die Beschäftigten in Brüssel hatten zuletzt mehrfach gegen das drohende Aus der Fabrik protestiert. Bis zum heutigen Montag können interessierte Investoren ein Angebot für den Standort abgeben. Belgischen Medien zufolge liegen bislang 20 Bewerbungen vor.

In dem Werk beschäftigt der Autobauer rund 3.000 Mitarbeiter, deren Jobs bei einer Schließung des Werks wegfallen würden. Das Werk ist recht klein, dafür sind die Produktionskosten laut Audi relativ hoch. Durch die Lage in einem Wohngebiet sind Erweiterungen schwierig. Dass nur wenige Zulieferer in der Nähe sind, treibt zudem die Logistikkosten in die Höhe.

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