Nissan-Autohaus Ruffing ist insolvent

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

In Saarbrücken steckt der einzige Nissan-Händler in finanziellen Schwierigkeiten. Das Autohaus Ruffing hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt, derzeit läuft der Betrieb aber weiter.

(Foto: Grimm)

Das Autohaus Ruffing mit Sitz in Saarbrücken hat vor wenigen Tagen einen Insolvenzantrag gestellt. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Matthias Bayer gegenüber »kfz-betrieb« erklärte, wird der Nissan-Betrieb mit 32 Mitarbeitern zunächst weitergeführt. Bereits für den Monat November sowie für Dezember und Januar werde Insolvenzgeld gezahlt, sagte Bayer.

Der erste Eindruck des Fachanwalts für Insolvenzrecht von der Gesamtsituation des Unternehmens fällt positiv aus, allerdings sei es für abschließende Aussagen noch zu früh. Insbesondere habe er noch keine Gelegenheit für tiefergehende Gespräche mit dem Importeur gehabt. Zunächst läuft der Betrieb weiter. Sein Ziel sei, die Firma weiterführen. Neben dem Nissan-Vertrag hat das Unternehmen noch einen Servicevertrag für Peugeot.

Die Ruffing GmbH, nach eigener Aussage „einer der großen Nissan-Partner in Deutschland“, ist der einzige Vertriebspartner des Importeurs in der Landeshauptstadt des Saarlands. Derzeit betreibt das Unternehmen einen weiteren Standort in Ensdorf bei Saarlouis.

Bis April dieses Jahres hatte Ruffing zudem noch einen Standort in St. Ingbert, wo neben Nissan auch Peugeot- und Suzuki-Fahrzeuge gehandelt wurden. Das Betriebsgelände wurde nach 27 Jahren verkauft. Damals sagte Geschäftsführer Udo F. Mayer gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“, der Schritt sei aus strategischen Gründen erfolgt, um den Nissan-Vertrieb in Saarbrücken zu bündeln. Im Gegenzug wollte der Unternehmer allerdings eine neue Filiale in Neunkichen/Saarland eröffnen. Bei dieser Ankündigung ist es geblieben.

(ID:42435223)