Tarifstreit im Kfz-Gewerbe Noch kein Ergebnis für die Beschäftigten in Bayern

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Auch die dritte Runde der Verhandlungsführer um einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes endete in Bayern ergebnislos. Dabei waren die Vertreter der Arbeitgeber bereit gewesen, den Abschlüssen anderer Bundesländer zu folgen, hieß es.

Auch die zweite Verhandlungsrunde um einen neuen Tarif für das Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg endete ohne Ergebnis. (Bild:  IG Metall)
Auch die zweite Verhandlungsrunde um einen neuen Tarif für das Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg endete ohne Ergebnis.
(Bild: IG Metall)

Die Tarifgemeinschaft des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes als Vertreter der Arbeitgeber und die IG Metall als Vertreter der Arbeitnehmer haben bei ihrem dritten Treffen am vergangenen Freitag (16. Mai 2025) kein Ergebnis erreicht.

„Die Arbeitgeberseite wäre bereit gewesen, einen Abschluss analog der bereits in mehreren Bundesländern erzielten Tarifabschlüsse von 5,6 Prozent Entgelterhöhung und einer Entlastungskomponente mitzutragen“, sagt Günter Friedl, Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes.

Wie berichtet, konnten für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Schleswig-Holstein, Hessen, Hamburg und Niedersachsen bereits neue Tarifverträge abgeschlossen werden. Dort einigten sich die Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf eine jeweils zweistufige Erhöhung des Entgelts. Ab Juli 2025 steigen sie um 2,3 Prozent, ab August 2026 folgen weitere 3,3 Prozent. Auszubildende dürfen sich jeweils über 80 Euro mehr pro Monat freuen. Wesentlicher Aspekt des neuen Tarifvertrags ist die Wahloption zwischen Geld und Zeit: Beschäftigte können bis zu fünf freie Tage zusätzlich im Jahr erhalten.

Laut Friedl sei das in Bayern noch nicht erreicht worden. „Es ist völlig unverständlich, warum die IG Metall auf Verzögerung setzt und eine zügige Entgelterhöhung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiter blockiert. Wir haben kein Verständnis für die Art und Weise, mit der die Gewerkschaft in den bisherigen Verhandlungsrunden auftritt. Das ist nicht die konstruktive Tarifpartnerschaft, die es vor dem Hintergrund der wirtschaftlich angespannten Lage in Deutschland jetzt dringend bräuchte, sondern pure Ideologie“, sagt er.

Die IG Metall fordert für die rund 120.000 bayerischen Beschäftigten in den Autohäusern und Kfz-Werkstätten 6,5 Prozent mehr Geld und für die Auszubildenden eine Erhöhung ihrer Vergütung um 170 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Außerdem pocht die IG Metall auf eine Entlastungskomponente, etwa in Form einer Wahloption zwischen mehr Zeit oder mehr Geld. Zuletzt hatten Beschäftigte aus den Kfz-Betrieben in mehreren Städten stundenweise ihre Arbeit niedergelegt.

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