Fahrerassistenzsysteme Notbremsung vor dem Fernseher

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 5 min Lesedauer

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Mit KÜS DRIVE entwickelt die Sachverständigenorganisation einen hoch automatisierten Prüfstand für die Prüfung von Fahrerassistenzsystemen. Hier müssen Notbremsassistent und Co. unter Realbedingungen zeigen, was sie können.

Die Bewegungen auf dem Prüfstand werden mit der Darstellung auf dem Bildschirm so perfekt synchronisiert, dass die Fahrerassistenzsysteme das Geschehen für eine reale Fahrt halten.(Bild:  Rosenow – VCG)
Die Bewegungen auf dem Prüfstand werden mit der Darstellung auf dem Bildschirm so perfekt synchronisiert, dass die Fahrerassistenzsysteme das Geschehen für eine reale Fahrt halten.
(Bild: Rosenow – VCG)

Mit knapp über 50 km/h rollt der Kia EV6 auf der rechten Fahrspur dahin, als vor dem Wagen plötzlich ein rotes Auto auftaucht. Der Abstand wird schnell kürzer, aber der Fahrer reagiert nicht. Er wird doch nicht …? Kurz vor dem scheinbar unvermeidlichen Aufprall haut der Notbremsassistent die Bremse rein und verhindert den Unfall gerade noch so.

Doch trotz der Vollbremsung presst es den Beifahrer nicht wie erwartet nach vorn in die Gurte – stattdessen hüpft das schwere Elektroauto überraschend rückwärts und löst beim Beifahrer einen kurzen Moment der Desorientierung aus. Ach, stimmt ja – wir fahren gar nicht auf der Straße, sondern auf einem Prüfstand und der Wagen bekam beim Bremsvorgang auf den Rollen einen Impuls in Gegenrichtung.