Notprogramm beim Honda-Händlerverband
Verbandsgeschäftsführer Bernhard Gaidosch und seine Vorstands-Kollegen sind am Montag geschlossen von ihren Ämtern zurückgetreten. Mit Hilfe des ZDKs soll nun ein Neustart vorbereitet werden.
Die Vorstandschaft des Honda-Händlerverbandes hat am Montag ihr Amt niedergelegt. Das Amtsgericht Frankfurt benennt in Kürze einen Notvorstand. Dieser soll dann mit dem ZDK einen Vorschlag ausarbeiten, wie der Händlerverband neu strukturiert werden könnte. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und getreu diesem Motto zögerte die Mitgliederversammlung bei ihrer jüngsten Sitzung dann auch, grünes Licht für die Auflösung des Verbandes zu geben.
Wobei das Wort „Versammlung“ eine Vorstellung vermittelt, die nicht ganz zutraf: 152 Mitglieder hat der Honda-Händlerverband, lediglich drei Händler kamen neben dem Vorstand am Montag nach Frankfurt, um über die Zukunft des Verbandes zu diskutieren. Die geringe Beteiligung ist symptomatisch, schon seit 1999 schwindet das Interesse an dieser Interessenvertretung kontinuierlich. Damals waren noch 447 Pkw- und Motorradhändler im Verband organisiert.
Noch decken die Mitgliedsbeiträge die Kosten der Geschäftsstelle. Bernhard Gaidosch, bisheriger Geschäftsführer des Verbandes, befürchtet allerdings, dass der Verband irgendwann finanziell ausblutet. Dazu kommt, dass die verbliebenen Mitglieder offensichtlich kein Interesse am Verband haben. Die Firmenpolitik Hondas ziele auf individuelle Händlerbetreuung. Da stünde eine gemeinschaftliche Interessenvertretung nur im Wege. Außerdem wolle kein Händler namentlich mit dem Verband in Verbindung gebracht werden, sagt der Ex-Geschäftsführer resigniert.
Unter diesen Voraussetzungen könne, so Gaidosch weiter, keine sinnvolle Verbandsarbeit mehr geleistet werden. Deshalb legten Gaidosch und seine Vorstandskollegen alle ihr Amt nieder. Wobei Gaidosch sich bereit erklärte, vorübergehend als Notvorstand zu fungieren und die Verbandsmitglieder weiter mit Rundschreiben und Presseerklärungen zu versorgen.