Cupra Nun verzichtet auch der Vorreiter auf den Agentur-Vertrieb

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Im Volkswagenkonzern hat Cupra aus verschiedenen Gründen eine Sonderstellung – das galt zuletzt auch noch für den Agenturvertrieb. Damit ist jetzt Schluss. Jetzt kommt es auf die Gestaltung des Ausstiegs an.

Cupra dreht das Vertriebsmodell auf links und verabschiedet sich vom Agentursystem.(Bild:  Seat)
Cupra dreht das Vertriebsmodell auf links und verabschiedet sich vom Agentursystem.
(Bild: Seat)

Die letzte Bastion des Agenturvertriebs im Volkswagenkonzern ist gefallen: Cupra. Noch vor wenigen Wochen hatte der Importeur Seat Deutschland den Fortbestand des Agentur-Modells auf Anfrage von »kfz-betrieb« unterstrichen („… die Marke ist nicht Teil der Überprüfung des Agenturmodells durch die Unternehmensgruppe“). Jetzt kommt das Aus für diesen Vertriebsansatz, wie die Unternehmenssprecherin von Seat Deutschland, Melanie Stöckl, auf Anfrage am Donnerstag (8. Mai) bestätigte. Am Vormittag hatte das „Manager Magazin“ das Agentur-Ende erstmals erwähnt.

Das Ende sei „in einer lebendigen Zeit“ für die Automobilbranche als Ergebnis eines Realitätschecks gekommen, hieß es. Informiert hatte der Importeur die Händler am 2. Mai in einem Rundschreiben. Ein wesentlicher Grund für das Ende des Agenturvertriebs sei die „damit verbundene Vereinfachung der Abläufe für unsere Mehrmarkenhändler“, heißt es darin. Die vollständige Umstellung auf das indirekte Vertriebsmodell in Europa „wird voraussichtlich 2026 abgeschlossen sein“. Nur in jenen Märkten, „in denen wir über eine vollständig etablierte Produktpalette verfügen, werden wir weiterhin mit dem unechten Agenturmodell arbeiten“, heißt es in einem offiziellen Statement des Herstellers.