Obermeister-Wechsel in Bad Kreuznach

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Das Dutzend ist voll: Zwölf Jahre war Dieter Markgraf Obermeister der Kfz-Innung Bad Kreuznach-St. Goar. Nun hat er das Amt an Friedhelm Lenhart weitergegeben.

Neuaufstellung (v.li.): Friedhelm Lenhart (neu gewählter Obermeister), Torsten Knoth, Dieter Markgraf (scheidender Obermeister).
Neuaufstellung (v.li.): Friedhelm Lenhart (neu gewählter Obermeister), Torsten Knoth, Dieter Markgraf (scheidender Obermeister).
(Foto: Innung)

Die Kfz-Innung Bad Kreuznach-St. Goar hat einen neuen Obermeister: Friedhelm Lenhart tritt die Nachfolge von Dieter Markgraf an. Zuvor hatte Markgraf das Amt zwölf Jahre ausgeübt. Der Verbandsorganisation bleibt Markgraf weiter erhalten: der Innung als Ehrenobermeister und dem Landesverband Rheinland-Pfalz als stellvertretender Landesinnungsmeister und Mitglied des Vorstands.

„Dieter Markgraf hat mit sehr viel Engagement den Grundstein für unsere erfolgreiche Innungsarbeit gelegt“, lobte Lenhart, der bislang als Lehrlingswart aktiv war, den Einsatz seines Vorgängers. Bis zuletzt brachte sich Markgraf mit großem Engagement ein, wie sein Jahresrückblick zeigte: Trotz „sehr gutem Werkstattgeschäft und Verkauf“ liefen rund ein Drittel der verkauften Autos am Kfz-Handel vorbei, kritisierte Markgraf. Viele Großkonzerne würden mit ihren zahlreichen Filialen nur den Anschein erwecken, dass sie zum Mittelstand gehören.

Markgraf kritisierte Hersteller und Importeure, dass sie kleinere Autohändler häufig wie „Leibeigene“ behandelten. Sie versuchten, die Händlerverbände auszuhebeln, um den eigenen Vorteil auszuweiten. Dabei liege der Ertrag trotz guter Verkaufszahlen im mittelständischen Kfz-Handwerk kaum über zwei Prozent. „Wir brauchen aber mehr, um zu investieren“, forderte Markgraf.

Nach seinem Umzug nach Bad Kreuznach will sich künftig der Landesverband Rheinland-Pfalz stärker vor Ort einbringen. Dies kündigte Geschäftsführer Jens Bleutge an. Beim Bad Kreuznacher Automobilsalon auf der Pfingstwiese soll diesmal ein vom Land gesponserter gemeinsamer Werkstatt-Ersatzwagen für Kunden mit Elektroantrieb vorgestellt werden. „Das Kfz-Gewerbe muss auf den Zug der Elektromobilität aufspringen“, forderte Bleutge. Kfz-Mechaniker müssten ihr Servicespektrum erweitern, um auch E-Mobile anzunehmen und fachgerecht reparieren und warten zu können. „Da dürfen wir uns nicht abhängen lassen“, so Bleutge.

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