Diagnose Odyssee im Motorraum

Von Steffen Dominsky 14 min Lesedauer

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Was wäre der Planet der freien Werkstätten ohne Multimarken-diagnose? Ganz klar: ein toter Planet. Seit Jahrzehnten sichern die elektronischen Alleskönner das Überleben dieser Spezies. Grund genug, einen Blick zurück und einen in das mögliche Voraus zu werfen.

Wie die Zukunft der Multimarkendiagnose aussehen könnte – verschollen in Raum und Zeit? Das sicher nicht, aber die Herausforderungen an die Anbieter sind durchaus galaktisch.(Bild:  Fotolia/KI)
Wie die Zukunft der Multimarkendiagnose aussehen könnte – verschollen in Raum und Zeit? Das sicher nicht, aber die Herausforderungen an die Anbieter sind durchaus galaktisch.
(Bild: Fotolia/KI)

Wir schreiben nicht das Jahr 2001, sondern 1988. Der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Auf der Automechanik im September stellt Bosch etwas vor, das den Markt revolutionieren wird. Etwas, was zum Wegbereiter einer ganzen Gattung werden wird. Der „Knochen“, wie ihn seiner Nutzer bald taufen werden, ist etwas komplett Neues. Klar, Diagnosegeräte waren damals nichts Neues. Aber: Sie kamen allesamt vom jeweiligen Fahrzeughersteller, waren also Markendiagnosegeräte. Parallel gab es die klassischen Motor-/Zünd‑Analysetester im Musiktruhen- bzw. Wandschrankformat. Der „KTS“ jedoch war anders. Er war klein (KTS = Klein-Tester-Serie) und er konnte „viele“ Marken – drei zu Beginn, um genau zu sein.

Aber drei war schon mal das Dreifache von dem, was der Rest konnte – sozusagen. Es war die Geburtsstunde der mobilen Multimarkendiagnosetester. Doch das Prinzip des KTS 300, wie er mit vollem Namen heißt, war revolutionär und so dauerte es einige Zeit, bis dieses (hierzulande) Nachahmer fand. Anfangs waren es Unternehmen, die bereits Diagnose- und Prüfgeräte im Programm hatten, die ebenfalls auf die Karte „Multimarke“ setzten, wie z. B. SUN/Snap-On. Doch mit zunehmender Elektronifizierung der Fahrzeuge wuchs der Bedarf in Werkstätten nach solchen Geräten immens und es kamen neuer Player auf den Markt.