E-Lkw in der Werkstatt Ölwechsel alle 480.000 Kilometer!

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Der batterieelektrische E-Actros scheint sich verblüffend einfach in den Schwerlastverkehr einzufügen. Doch in der Werkstatt sind größere Umstellungen nötig. Immerhin: Einen Ölwechsel gibt es weiterhin – wenn auch seltener.

Mercedes-Benz E-Actros 600 im Diagnose-Prozess: Auch elektrisch betriebene Lkw brauchen eine regelmäßige Wartung.(Bild:  Daimler Truck)
Mercedes-Benz E-Actros 600 im Diagnose-Prozess: Auch elektrisch betriebene Lkw brauchen eine regelmäßige Wartung.
(Bild: Daimler Truck)

Zugegeben: Dass der batterieelektrische Antrieb auch für den Langstrecken-Schwerlastverkehr taugt, das hätten wir vor wenigen Jahren nicht geglaubt. Doch der Mercedes-Benz E-Actros schafft mit gut 600 kWh Speichervermögen eine Reichweite von 500 Kilometern und legt damit die gleiche Strecke zurück, die auch ein Diesel-Lkw bis zur vorgeschriebenen Ruhepause packt. Steht die nötige Ladetechnik zur Verfügung, schafft der E-Truck auch 1.000 Kilometer am Tag.

Nicht weniger als 1,5 Tonnen wiegt das Batteriepaket mit Zellen in Lithium-Eisenphosphat-Bauweise, die als besonders sicher gegen interne Kurzschlüsse und thermisches Durchgehen gelten. An einer entsprechend leistungsfähigen Ladesäule (Megawatt-Charger) soll der E-Actros 600 sich in 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufladen lassen.