Offermann zu Bentley, Griffiths zu Seat

Autor Christoph Seyerlein

Der bisherige Deutschland-Vertriebschef von Audi, Wayne Griffiths, übernimmt den Posten des Vertriebsvorstands bei Seat von Andreas Offermann. Der zieht innerhalb des VW-Konzerns weiter und wechselt zu Bentley.

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Andreas Offermann geht zu Bentley, seinen Job bei Seat übernimmt Wayne Griffiths.
Andreas Offermann geht zu Bentley, seinen Job bei Seat übernimmt Wayne Griffiths.
(Bild: Seat/Bentley)

Andreas Offermann wird zum 1. November neuer Vorstand für die Ressorts Vertrieb und Marketing. Der Manager wechselt von Seat nach Crewe und bleibt damit im VW-Konzern. Offermann war seit 2013 bei Seat ebenfalls als Vertriebsvorstand tätig. Bei Bentley folgt er auf Kevin Rose, der nach 30 Jahren bei bei Volkswagen in den Ruhestand geht.

Offermann begann seine Laufbahn bei BMW und leitete dort unter anderem die Fertigungsplanung für die Importeursmärkte. In der Folge bekleidete er verschiedene Führungspositionen in der Produkt- und Marketingplanung sowie im Finanzcontrolling. 1994 folgte der Wechsel zu Porsche, ab 1999 verantwortete er die Vertriebssteuerung der Sportwagenmarke. Seit 2011 verantwortete er die weltweite Steuerung der National Sales Companies (NSC) des Volkswagen-Konzerns.

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Offermanns Nachfolger bei Seat war schon länger kein Geheimnis mehr – nun hat die spanische VW-Tochter auch offiziell bestätigt, dass Wayne Griffiths zum 1. September neuer Vorstand für Vertrieb und Marketing wird. Der Brite war zuletzt Deutschland-Vertriebschef bei Audi. Griffiths berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden von Seat, Luca de Meo, den er noch aus gemeinsamen Audi-Zeiten kennt.

Bei Seat warten einige Herausforderungen auf den 50-jährigen Manager. In der ersten Jahreshälfte 2016 konnte die Marke ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr mit 216.800 verkauften Autos nur noch marginal steigern (+ 0,2 %), in Deutschland musste Seat per Ende Juli sogar ein Minus von 3,5 Prozent hinnehmen. In der zweiten Jahreshälfte erhofft sich die VW-Tochter aber einen starken Schub durch den Marktstart des Ateca. Die zahlreichen Vorbestellungen für das erste SUV der Marke deuten jedenfalls auf eine große Nachfrage hin. Allein in Deutschland hatten bereits einen Monat nach der Markteinführung 8.000 Kunden einen Ateca geordert.

Wayne Griffiths ist der Sohn eines britischen Autohändlers und arbeitete zunächst im Familienbetrieb. Anschließend studierte er Internationales Management und Deutsch in Leeds. 1989 startete Griffiths seine Karriere im VW-Konzern bei Audi. Von 1991 bis 1993 war er bereits einmal für Seat tätig, bevor er zu Audi zurückkehrte und dort verschiedene Führungspositionen im Vertrieb und Marketing einnahm. Zwischen 2005 und 2013 leitete er den europäischen Vertrieb beim Ingolstädter Autobauer. Ab Februar 2013 war er dann Vertriebschef für den deutschen Markt.

Griffiths sorgte nicht zuletzt mit seinen Konsolidierungsplänen in den letzten Jahren für Wirbel im Audi-Händlernetz, das nach der Umstellung auf eine einstufige Struktur weiter eingedampft werden soll. Seinen bisherigen Posten in Ingolstadt übernimmt zum 1. September Martin Sander.

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