Oldenburger Opel-Autohaus beantragt Insolvenz
Der Opel-Händler Auto Storm ist in finanziellen Schwierigkeiten. Der Geschäftsbetrieb an den beiden Standorten in Oldenburg/Holstein und Burg auf Fehmarn soll aber zunächst unverändert weiterlaufen.

Der Opel-Vertragshändler Auto Storm KG mit Standorten im schleswig-holsteinischen Oldenburg und Burg auf der Insel Fehmarn hat am Donnerstag, 2. März 2017, beim Amtsgericht Eutin einen Insolvenzantrag gestellt. Laut einer Pressemitteilung agiert Rechtsanwalt Reinhold Schmid-Sperber vom Kieler Büro der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte als vorläufiger Insolvenzverwalter.
Seine Aufgabe ist es nun zunächst, nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme sämtliche wirtschaftlichen Optionen für den Betrieb auszuloten. „Für eine genauere Prognose ist es noch zu früh“, sagte Schmid-Sperber. Das gelte auch für eine Aussage zu möglichen Insolvenzursachen. „Wir werden versuchen, alle oder zumindest die Mehrzahl der Arbeitsplätze zu retten.“ Auch Jan Storm, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Kai Storm führt, äußerte sich auf Nachfrage von »kfz-betrieb« nicht näher zu den Ursachen der Insolvenz.
In den kommenden Wochen läuft der Geschäftsbetrieb an beiden Standorten zunächst unverändert weiter. Opel beliefert seinen Partner weiterhin mit Fahrzeugen und Ersatzteilen.
Die Gehälter der Mitarbeiter sind mindestens bis zum 30. April 2017 durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Mit insgesamt 49 Beschäftigten zählt das Autohaus der Mitteilung zufolge zu den größten in der Region Ostholstein. Jan und Kai Storm leiten das 1970 gegründete Unternehmen in dritter Generation. Zuletzt lag der Jahresabsatz nach eigenen Angaben bei rund 500 Neu- und Gebrauchtwagen.
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