ZDK Oldtimer-Ausschuss unter neuer Leitung

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Unter dem Motto „Ohne Vergangenheit keine Zukunft“ traf sich der ZDK-Ausschuss „Old- und Youngtimer“ nach über einem Jahr Pause wieder zu einer Sitzung. Sein neuer Leiter, Kevin Porten, hat einiges vor, beispielsweise die Sichtbarkeit von Klassikbetrieben bei jungen Menschen zu erhöhen.

Nach langer Pause fand in den Räumlichkeiten der TAK jetzt wieder eine Sitzung des ZDK-Ausschusses „Old- und Youngtimer“ statt.(Bild:  Dominsky – VCG)
Nach langer Pause fand in den Räumlichkeiten der TAK jetzt wieder eine Sitzung des ZDK-Ausschusses „Old- und Youngtimer“ statt.
(Bild: Dominsky – VCG)

Er ist wahrhaft ein Oldtimer, der bekannte Spruch „Nichts ist so beständig wie der Wandel“. Der griechische Philosoph Heraklit hat ihn bereits vor rund 2.500 Jahren zum Besten gegeben und dabei zum Ausdruck gebracht, dass Veränderungen die einzige Konstante in unserem Leben sind. Eine Feststellung, die auch auf den Ausschuss „Old- und Youngtimer“ des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zutrifft. Den leitete seit seiner Gründung 2017 Andrea Zeus, Abteilung Berufsbildung, bis sie vor knapp vier Jahren in den Ruhestand ging. Dann übernahm Stefan Meyer von der Öffentlichkeitsarbeit das Steuer, bis zum Sommer 2024, als er den Verband verließ. Seitdem ruhte in Sachen Young- und Oldtimer in Bonn bzw. Berlin still der See. Doch nun ist er, dank Kevin Porten, Abteilung Werkstätten und Technik, seit Kurzem zu neuem Leben erwacht.

Und so trafen sich am 20. November, nach fast eineinhalb Jahren Zwangspause, erstmals wieder die Mitglieder des Ausschusses, dessen Ziel es ist, der Geschichte auf Rädern innerhalb wie außerhalb des ZDK Gehör zu verschaffen. Unter dem Motto „Ohne Vergangenheit keine Zukunft“ stellte Ausschussleiter Porten seine Ideen und Ansätze vor, wie er zusammen mit dem Ausschussvorsitzenden, Matthias Kämmer, künftig für eine angemessene „Lautstärke“ sorgen möchte. Einen ersten Vorgeschmack darauf gab Porten bzw. seine Kollegin Claudia Kefferpütz, Abteilung Berufsbildung, mit dem „neuen Pfad“ in Sachen Zielgruppenansprache.

„Berufsbildung“ nimmt Young- und OIdtimer auf

Denn, wie jeder weiß: Nicht nur Autos werden immer älter, auch wir. Und ohne entsprechenden Nachwuchs, also junge Menschen, die sich (auch) für alte Technik und die Geschichte des Automobils interessieren, wird das Kfz-Gewerbe mit Blick auf Classic-Cars noch mehr Probleme bekommen, als es sie heute bereits hat. Deshalb, so das Konzept von Porten und Kefferpütz, wird die Abteilung Berufsbildung künftig dezidiert das Thema „Young- und OIdtimer“ mit berücksichtigen. Heißt: Die bereits heute vom ZDK genutzten Social-Media-Plattformen und -Kampagnen, inklusive beteiligter Akteure wie Influencer, bringen künftig – sprichwörtlich – auch historische Mobilität auf den Schirm.

Problem Ersatzteilsuche und Lösungen

Was für Kfz-Betriebe, die sich um Fahrzeuge älter 20 Jahre kümmern, fürs tagtägliche Geschäft von starkem Interesse ist bzw. sein sollte, darüber informierte Gerd Heinemann, Geschäftsführer BBE Automotive, in Form der neuesten Ausgabe der „Old- und Youngtimerstudie“ von Wolk & Nikolic/BBE. Das bekannte Branchenwerk widmet sich dieses Mal explizit den Brennpunktthemen „Ersatzteilverfügbarkeit“ und „Werkstätten“. Genau hier setzt auch das neue Angebot von Eucon an. Frank Delesen, Director Classic Vehicle Data Unit des Informationsdienstleisters für Kfz-Ersatzteile, demonstrierte, welche Möglichkeiten Betriebe dank „MDE Classic Cars & Parts“, der neuesten Eucon-Anwendung, heute bereits haben, wenn sie diebenötigten Ersatzteile identifizieren bzw. beschaffen möchten – mehr dazu demnächst auf diesem Kanal.

Gestatten: Bundesverband Deuvet

Aus einem ganz anderen Blickwinkel sprach Dr. Ekkehard Pott vor versammelter Mannschaft, denn er ist seit März Präsident des Bundesverbands Oldtimer – Youngtimer e.V., kurz Deuvet und vertritt allen voran die (privaten) Besitzer klassischer Fahrzeuge. Dennoch, und das viel zitierte große Ganze vor Augen, tangiert die Arbeit des deutschen Oldtimerdachverbands auch die Arbeit des Kfz-Gewerbe, beispielsweise wenn es um EU-weite Verbote von historisch korrekten Werkstoffen und Materialien wie Blei oder bestimmten Lacken geht. Stichwort EU: Auch Themen wie die Altautoverordnung (bezüglich Gebrauchtteilgewinnung) haben nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Werkstätten echte Relevanz.

TAK: Profi bei Oldtimer-Seminaren

Relevanz in hohem Maße hat auch das, was der diesmalige Gastgeber des Young- und Oldtimerausschusses auf diesem Themengebiet seit Jahren leistet. Schließlich bietet die Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (TAK) seit vielen Jahren sehr erfolgreich unterschiedlichste Seminare in der Rubrik Fahrzeugveteranen an. Diese richten sich auch an Sachverständige, vor allem aber an Kfz-Unternehmer und Verantwortliche in den Betrieben. Als Dozent dieser Seminare fungiert der Ausschussvorsitzende Matthias Kemmer, selbst Inhaber einer auf automobile Klassiker spezialisierten Werkstatt.

Classic Business Day | 18. November 2026

Der nächste Classic Business Day findet am 18. November 2026 in den Örtlichkeiten des Autohauses Hagenlocher in Böblingen – Gewinner des Classic Business Award 2025 – statt. Das Event verspricht relevante Fachinformationen für Profis, Fortgeschrittene und Einsteiger.
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