Oldtimerprojekt für Azubis

Autor / Redakteur: Johannes Büttner / Johannes Büttner

Die Kfz-Mechatroniker von morgen sollen auch die Autos von gestern warten und reparieren können. Deshalb hat die Innung Freudenstadt-Calw an der Rolf-Benz-Schule in Nagold ein regionales Pilotprojekt gestartet.

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Die Azubis betrachten die Oldtimerqualifikation als gelungene Ergänzung.
Die Azubis betrachten die Oldtimerqualifikation als gelungene Ergänzung.
(Bild: Rolf-Benz-Schule)

Alte Autos üben auch auf junge Menschen ihren Reiz aus. Die Beschäftigung mit Young- und Oldtimern macht vielen angehenden Kfz-Mechatronikern Spaß. Zugleich haben die Nachwuchskräfte die wirtschaftlichen Chancen erkannt, die mit der Wartung und Reparatur der alten Fahrzeuge verbunden sind.

Damit sie diese Arbeiten in Zukunft professionell durchführen können, hat die Kfz-Innung Freudenstadt-Calw ein Pilotprojekt für die Region Nordschwarzwald ins Leben gerufen. An der Rolf-Benz-Schule findet eine freiwillige Zusatzausbildung für Young- und Oldtimer statt. 24 Auszubildende des zweiten Lehrjahrs nehmen an dem Projekt teil.

Die künftigen Kfz-Mechatroniker erwerben in insgesamt 140 zusätzlichen Stunden innerhalb ihres zweiten und dritten Ausbildungsjahres neben der regulären Ausbildung die theoretische und praktische Qualifikation für Arbeiten an Oldtimern. „Die Themenkomplexe umfassen dabei Kundenbetreuung, Fahrzeugannahme und - übergabe, Arbeitsauftrag und Werkstoffkunde. Ergänzt werden die theoretischen Inhalte durch Praxismodule, die Grundkenntnisse im Umgang mit der Technik von gestern und der Karosserieinstandhaltung vermitteln“, erklärt Gerhard Braun, verantwortlicher Technischer Lehrer des Projekts an der Rolf-Benz-Schule.

Bei den Teilnehmern kommt das Projekt gut an: „Es macht großen Spaß, an Vergasern und Zündanlagen zu schrauben, und nicht nur Fehlerspeicher von Steuergeräten an neuen Fahrzeugen auszulesen“, sagt zum Beispiel Tobias Seeger vom Autohaus Wackenhut in Nagold. Er und seine Kollegen müssen am Ende der Ausbildung eine Abschlussprüfung bestehen. Dann erhalten sie ein Zertifikat, das sie als Fachkraft für Old- und Youngtimer ausweist.

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