Opel Astra: Als Fünftürer unter 16.000 Euro
Auf der IAA hat »kfz-betrieb« mit Opel-Vertriebschef Michael Klaus über den neuen Astra und andere Dinge gesprochen, die die Handelspartner gerade umtreiben.
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Der neue Astra kostet als Fünftürer rund 1.000 Euro weniger als die Vorgänger-Variante. Mit Preisen ab 15.900 Euro liegt Opel mit seinem Kompakt-Angreifer auch deutlich unter einem vergleichbar ausgestatteten Modell aus Wolfsburger Produktion. „Mehr Auto für weniger Geld“, kommentierte Opel-Vertriebschef Michael Klaus im Gespräch mit »kfz-betrieb« am Dienstag in Frankfurt den Einstiegspreis des Astra, der wie geplant noch in diesem Jahr ausgeliefert werden soll.
Der Fünftürer soll künftig ein größeres Stück vom Verkaufsvolumen abbekommen als die Vorgänger-Variante, Klaus rechnet mit einem Anteil von 50 Prozent an den Verkäufen der Astra-Familie. Den auslaufenden Astra Caravan, der ja noch bis in die zweite Jahreshälfte 2010 aushalten muss, will Klaus mit attraktiven Paket-Angeboten unterstützen.
Klaus: „Wichtiges Signal der Händler“
Nach dem Abwrack-Hype hält Klaus insbesondere für das kommende Jahr ein leichtes Anziehen des Gewerbemarktes für möglich. Einer erwarteten Stagnation auf dem Privatmarkt begegnet er mit Marketingmaßnahmen, die unter anderem die Aussage in den Fokus rücken sollen, dass es bei der Ecoflex-Palette für die Kunden bezahlbare Umweltverträglichkeit gibt.
Zu einer offenbar nach wie vor möglichen Beteiligung der Opel-Händler an der Vertriebsorganisation der Rüsselsheimer sagte Klaus: „Das war ein enorm wichtiges Signal der Händler“. Flächendeckend sei das sicherlich keine einfache Entscheidung gewesen. Der Manager verweist darüber hinaus jedoch auf die Gespräche, die zwischen dem europäischen Opel-Händlerverband und dem wahrscheinlichen Investor in den nächsten Woche stattfinden sollen.
Magna-Händlernetzpläne noch nicht mit Opel abgestimmt
Die aus dem vorläufigen Magna-Business-Plan bekannt gewordenen Zahlen, direkte Investitionen ins europäische Händlernetz zur Steigerung der Servicequalität betreffend, wollte Michael Klaus nicht kommentieren. Dies sei bislang noch nicht mit dem deutschen Opel-Vertrieb durchgesprochen worden.
Auch in Bezug auf die künftige Entwicklung des Händlernetzes wollte sich Klaus nicht auf eine eindeutige Aussage festlegen. Opel sei in einigen Regionen überrepräsentiert, in anderen unterrepräsentiert, die derzeitige gesamtwirtschaftliche Lage werde ein gewisses Maß an Konsolidierung mit sich bringen. Ausdrücklich sagte er, die Reduzierung des Händlernetzes vor einigen Jahren habe der Marke nicht gut getan. „Das hat unserem Marktanteil nicht geholfen.“
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