Opel-Autohaus Doerpinghaus muss schließen

Autor Yvonne Simon

Der Gelsenkirchener Opel-Partner hatte im März Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Doerpinghaus konnte zwar einen Käufer für die Autohaus-Immobilie, aber keinen Nachfolger für den Fortbestand des Standorts finden.

Für den Betrieb des Autohauses Doerpinghaus ließ sich kein Nachfolger finden.
Für den Betrieb des Autohauses Doerpinghaus ließ sich kein Nachfolger finden.
(Bild: AC-GE Autocentrum GmbH)

Beim traditionsreichen Gelsenkirchener Opel- und Fiat-Partner AC-GE Doerpinghaus sind am heutigen Dienstag zum letzten Mal die Türen geöffnet worden. Das Autohaus bestätigte gegenüber »kfz-betrieb« einen entsprechenden Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) vom 27. April. Die Zeitung hatte vermeldet, dass der Betrieb zum Monatsende für immer schließt.

Doerpinghaus hatte im März Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Damals zeigte sich die Geschäftsführung noch zuversichtlich, dass sich schnell ein Investor für den Opel-Vertrieb im Stadtteil Buer finden würde. Das Autohaus trat dann in Verhandlungen mit Interessenten, die laut WAZ allerdings nur die Immobilie übernehmen wollten. Letztlich habe sich mit dem Autohaus Borgmann mit Hauptsitz in Dorsten ein Käufer gefunden.

Der Händler, der neben Opel die Marken Ford, Hyundai und Skoda vertreibt, wird den Betrieb nun aber nicht fortführen. Von den 41 Mitarbeitern des insolventen Betriebs werde ein kleiner Teil künftig in den Borgmann-Filialen weiterbeschäftigt. Zu den Hintergründen der Schließung äußerte sich die Borgmann-Führung bislang nicht.

Das Autohaus Doerpinghaus war seit 1953 Opel-Vertragshändler. Im vergangenen Jahr verkaufte das Unternehmen noch rund 800 Neu- und Gebrauchtwagen und erwirtschaftete einen Umsatz von 14 Millionen Euro.

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