Opel-Autohaus Margraff macht für immer dicht

Autor Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Das älteste Autohaus in Andernach hat für immer die Pforten geschlossen: Insolvenzverwalter Jens Lieser bescheinigte dem Betrieb, nicht mehr sanierungsfähig zu sein.

Ende eines Traditionsbetriebs: Das 1939 gegründete Opel-Autohaus Margraff in Andernach musste Ende Januar wegen Zahlungsunfähigkeit aufgeben.
Ende eines Traditionsbetriebs: Das 1939 gegründete Opel-Autohaus Margraff in Andernach musste Ende Januar wegen Zahlungsunfähigkeit aufgeben.
(Foto: Franzen)

Ende eines Traditionsbetriebes: Das Opel-Autohaus Margraff im rheinland-pfälzischen Andernach muss wegen massiver finanzieller Engpässe die Segel streichen. Wie die Online-Ausgabe der in Koblenz erscheinenden „Rhein Zeitung“ berichtet, wurde das seit 1939 bestehende Traditionsunternehmen bereits am 31. Januar geschlossen.

Insolvenzverwalter Jens Lieser erklärte die Gründe für das finanzielle Aus gegenüber der Zeitung so: „Die Umsätze des Autohauses waren im Vergleich zu den Kosten einfach zu gering. Deshalb konnte hier kein operativ positives Ergebnis erzielt werden, das zum Überleben notwendig gewesen wäre.“ Im Laufe seiner Sanierungsbemühungen sei schnell klar geworden, dass es im Fall von Opel-Margraff keinen rettenden Ausweg gebe. „Wir schaffen es zwar häufig. Aber eine Betriebsfortführung lässt sich nicht erzwingen“, so Lieser weiter. Wie es mit dem Opel-Standort Andernach weitergehe, sei derzeit völlig offen.

Laut Insolvenzverwalter Jens Lieser und Geschäftsführer Ingo Geller (62), der selbst seit 48 Jahren im Betrieb gelernt und gearbeitet hatte, gab es einige Übernahmeinteressenten. Wegen der mangelnden Ertragskraft des Betriebs seien diese allesamt aber wieder angesprungen. So blieb Geller nichts anderes übrig, als den Betrieb zu schließen. Dennoch würden alle Bestellungen von einem benachbarten Händlerkollegen fristgerecht behandelt und ausgeliefert, betont der scheidende Margraff-Geschäftsführer.

Peter Margraff hatte am 1. März 1939 die Firma „Peter Margraff“ auf dem heutigen Betriebsgelände an der Rampenstraße gegründet und das Unternehmen immer weiter ausgebaut. Nach seinem Tod im Jahr 1979 führten mehrere Nachfolger den Betrieb weiter. 1999 übernahm Ingo Geller die Geschäftsführung. Im Januar 2008 wurde das Autohaus zusätzlich Volvo-Vertragspartner.

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