Opel Dengler schließt endgültig
Die Suche nach Investoren für das insolvente Opel Autohaus Dengler aus Greiz in Thüringen ist erfolglos verlaufen. Die Geschäftstätigkeit ist bereits eingestellt.

Für das Opel-Autohaus Dengler mit Sitz im ostthüringischen Greiz gibt es keine Zukunft mehr. Wie das Unternehmen selbst auf seiner Homepage vermeldet, habe man „infolge der Insolvenz zum letzten Mal und endgültig“ die Türen geschlossen. Der Geschäftsbetrieb am Hauptsitz sowie in den Filialen in Berga und Zeulenroda ist damit eingestellt. Das Unternehmen stand seit Ende Januar unter Insolvenzverwaltung.
Nach Angaben von Insolvenzverwalter Jens Oehler, Rechtsanwalt in der Erfurter Kanzlei Leonhardt, sind die Liegenschaften in Zeulenroda an den VW- und Audi-Betrieb Autocenter Rußler verkauft worden. Für die Gebäude in Berga und Greiz gibt es derzeit noch keine Nachnutzung. Derzeit werde nur noch ein Minimalservice für die Dengler-Kunden aufrechterhalten, die beispielsweise Reifen eingelagert hatten, vermeldet die Ostthüringer Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.
Nach der Insolvenz hatte Oehler noch das Ziel ausgegeben, den Betrieb zu sanieren. Nach seinen Angaben hatte sich jedoch kein Interessent gefunden, der das Geschäft weiter führen wollte. Die Ursache sieht Oehler in der allgemein schwierigen Konjunktur für Autohäuser. Schon nach Bekanntgabe der Schieflage hatte der Insolvenzverwalter von einer „schwierigen Situation auf dem Fahrzeugmarkt“ und besonders für die Marke Opel gesprochen. Von den ursprünglich 17 Mitarbeitern habe ein Großteil bereits eine neue Arbeitsstelle gefunden, die vier Auszubildenden seien in anderen Betrieben untergekommen.
Gegründet hatte das Autohaus Walter Dengler im Jahr 1992. Der gebürtige Duisburger und langjährige Innungsobermeister arbeitete seit 1968 in Greiz als selbstständiger Kfz-Meister und hatte bereits 1990 einen Opel-Werksvertrag erhalten. Das von ihm gegründete Opel-Autohaus führte er schließlich bis ins Jahr 2004.
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