Opel: Europäischer Händlerverband – Profitabilität im Fokus

Autor Jens Rehberg

Der Österreicher Peter List ist neuer Euroda-Vorsitzender. Neben einer besseren Händlerrendite steht für ihn eine gute Gesprächskultur im Mittelpunkt der Verbandsarbeit.

Peter List ist neuer Euroda-Chairman.
Peter List ist neuer Euroda-Chairman.
(Foto: Eisner)

Peter List ist neuer Vorsitzender des europäischen Opel-Händlerverbands Euroda. Der Chef der österreichischen Mehrmarken-Gruppe Eisner mit Hauptsitz in Wien löste auf einer Mitgliederversammlung Ende Mai in Warschau den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Peter Hansen ab, der das Amt erst vor einem Jahr von Jaap Timmer übernommen hatte.

Zu den Kernthemen der europaweiten Händlervertretung sagte der 52-jährige List auf Anfrage: „Im Gegensatz zu den nationalen Verbänden ist unsere Arbeit vor allem strategisch ausgerichtet – ich lege großen Wert darauf, die derzeitige gute Gesprächskultur weiterzuführen.“ Konkret stünden vor allem die Händlerprofitabilität, aber auch Themen wie die Marken-CI oder die Systemarchitektur des Rüsselsheimer Fabrikats im Fokus. In vielen europäischen Händlernetzen ist die Renditesituation zurzeit unbefriedigend. „Wir streben eine Händlerrendite von 1,5 bis 2 Prozent an“, sagte List. In Österreich beispielsweise habe die durchschnittliche Umsatzrendite im Händlernetz im vergangenen Jahr genau wie in Deutschland bei 0,8 Prozent gelegen.

Außerdem sprach der Verband zuletzt mit dem Hersteller über das Online- und Service-Konzept Onstar und dessen Schnittstellen ins Partnernetz. Das Produkt soll noch in diesem Jahr in Europa eingeführt werden.

Ein weiteres Brennpunktthema sind die Anforderungen an die Händlerkommunikation im Zuge der Digitalisierung. Zudem wird diskutiert, wie insbesondere die Opel-Partner in Großstadtlage ihre immer teurer werdenden Investitionen stemmen können.

Zu all diesen Themen sei man auch auf Vorstandsebene mit dem Hersteller im Gespräch, so List – demnächst stehe wieder ein Treffen mit Vertriebsvorstand Peter Küspert an.

Absolut überzeugt zeigte sich der österreichische Händler vom aktuellen Opel-Produktportfolio: „Die Modelle sind einfach top, und jetzt kommen nach und nach auch noch die neuen Motoren – das ist der richtige Weg.“

Euroda sieht sich als Repräsentant der rund 4.000 europäischen Opel- und Vauxhall-Partner. Seit seiner Gründung 1990 sind dem Verband 26 nationale Vereinigungen beigetreten. Die inhaltliche Arbeit findet im Rahmen verschiedener Arbeitskreise für die einzelnen Geschäftsbereiche statt. Neben Peter List gehören dem Vorstand noch Andreas Barchetti, Mike Hutchin und der Aachener Händler Esko Thüllen an.

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