Opel-Händler fahren 1,5 Prozent Rendite ein
Der Chef der Opel-Händlernetzentwicklung Jens Nagl benennt die Schwerpunkte seiner Arbeit mit den derzeit rund 440 Partnern für das laufende Jahr.
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Die deutschen Opel-Händler konnten im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Umsatzrendite von etwa 1,5 Prozent (Januar bis November 2011) erwirtschaften. Diese Zahl nannte der Chef der Opel-Händlernetzentwicklung Jens Nagl im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Das Geschäft der Partner sei damit 2011 profitabel gelaufen.
Demgegenüber hätte es nach Ansicht des Sprechers des Verbands Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler (VDOH), Thomas Bieling, "noch eine Schippe mehr" sein können. Im Vergleich zu früheren Zeiten sei 1,5 Prozent kein schlechter Wert. Wie Bieling am Donnerstag auf Anfrage dieses Dienstes sagte, sollten die Opel-Händler allerdings im Durchschnitt "mindestens zwei Prozent" erzielen.
Opel hat derzeit nach Angaben von Jens Nagl im Vertriebsnetz 49 Open Points. Davon liegen die meisten im ländlichen Raum und der Rest fast ausschließlich in mittelgroßen Städten.
In Bezug auf das Profil neuer Standortbetreiber, die in der Regel Partner aus dem bestehenden Netz sein werden, ist der Opel-Direktor offen: „Willkommen sind sowohl Mittelständler als auch große Gruppen – vieles hängt vom Markt vor Ort ab“. Vor allem in Ballungsräumen wird der Hersteller dabei großen Wert auf eine möglichst exklusive Darstellung der Marke legen. „Wo immer es sich wirtschaftlich darstellen lässt, ist das unser Ziel“, sagt Nagl. Gerade in Zusammenhang mit neuen Produkten wie dem Astra GTC oder dem Zafira Tourer hätten auch die Händler verstanden, dass das Markenerlebnis wieder stärker inszeniert werden müsse.
Die Händler für Potenzialausschöpfung sensibilisieren
Themen in der Händlernetzentwicklung seien derzeit das Leadmanagement sowie die neue Opel-CI. Die CI betreffend sollen gemeinsam mit den Partnern im Laufe des Jahres im Rahmen von Vor-Ort-Bauberatungen individuelle Marschrouten festgelegt werden. Hierzu sind fixe Meilensteine wie etwa die Umsetzung des neuen Eingangsportals bis Ende 2015 bereits über die neuen Vertriebsstandards festgeschrieben.
Die CI-Maßnahmen unterstützt Opel mit einem entsprechenden Margenbaustein. „Wir fahren hier eine sehr einheitliche Linie“, betont Nagl. In Bezug auf die CI-Standards gelte für alle Partner derselbe Maßstab.
Die Opel-Händler werden außerdem laut Nagl mit zusätzlichen Marktzahlen versorgt, die für das Thema Potenzialausschöpfung sensibilisieren sollen. Die Ende 2012 anstehende Kleinstwageneinführung mache zudem Verkäuferschulungen am Bestellsystem notwendig.
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