Opel-Händler rettet Ford-Betrieb in Homberg

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Der Homberger Traditionsbetrieb Ulrich Autopark übernimmt zum 15. November das in finanzielle Schieflage geratene Autohaus am Kreisel.

Der Ford-Betrieb in der Hersfelder Straße in Homberg/Efze.
Der Ford-Betrieb in der Hersfelder Straße in Homberg/Efze.
(Foto: Autohaus am Kreisel)

Die Ulrich Autopark GmbH (Opel, Subaru) in Homberg übernimmt zum 15. November das Autohaus am Kreisel (Ford) im selben Ort. Dies vermeldetete das Online-Portal der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“ am Dienstag. Der Ford- und zuvor auch Suzuki-Betrieb hatte im Juli einen Insolvenzantrag stellen müsen. Wie Insolvenzverwalter Hans-Jörg Laudenbach der Zeitung sagte, würden mehr als die Hälfte der 18 Mitarbeiter übernommen. Bislang waren zudem drei Auszubildende in dem Unternehmen beschäftigt.

Der Ulrich Autopark werde an dem neuen Standort künftig auch Opel und Subaru vertreten. Der hinzukommende Betrieb machte bislang etwa 90 Prozent des Geschäfts mit Ford. Suzuki hat offenbar die Verträge mit dem insolventen Autohaus bereits gekündigt. Nach Angaben der Zeitung plant Autopark-Inhaber Hubert Opfer langfristig, den Stammsitz des 1866 gegründeten Betriebs an den neuen Filialstandort im Ortsteil Efze zu verlegen.

Im vorletzten Jahrhundert betrieb Firmengründer Wilhelm Ulrich eine Kutschwagenfertigung. Während des ersten Weltkriegs verdiente sein Sohn Karl Ulrich Geld mit der Herstellung und Lieferung von Heeres-Rotes-Kreuz-Wagen. 1924 wurde dann der Händlervertrag mit Opel abgeschlossen. 1985 eröffnete das Unternehmen einen Gebrauchtwagenplatz am Homberger Bindeweg. 2001 übernimmt Hubert Opfer die Firma mehrheitlich und ist heute alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Ulrich Autoparks.

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