Opel-Händlernetz: Beziehungstherapie

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Das Verhältnis zwischen Händlern und Kunden ist schon lange nicht mehr das, was es mal war. Man sieht sich immer seltener. Das ist schlecht fürs Geschäft. Opel rollt jetzt bei seinen Partnern ein Konzept aus, um das zu ändern – und es scheint zu helfen.

Anbieter zum Thema

Ein wichtiges Ziel bei der Einführung des neuen Opel-Kommunikationskonzepts: die schnellere und durchgängigere Reaktion auf Kundenanfragen.
Ein wichtiges Ziel bei der Einführung des neuen Opel-Kommunikationskonzepts: die schnellere und durchgängigere Reaktion auf Kundenanfragen.
(Bild: Rehberg)

Der Bildschirm wird dunkel – gleichzeitig gehen alle Lichter aus. Erst mal schweigen alle und lauschen dem Orkan „Friederike“, der hörbar an den Außen-CI-Elementen des Autohauses Heidenreich im hessischen Witzenhausen zerrt. Als der Strom ausfällt, sitzen wir gerade im Büro des Chefs. Gleich nebenan sitzt die Leiterin der Ende 2016 neu gegründeten fünften Abteilung „Business Development Center“ (BDC) des Opel- und Hyundai-Autohauses, Cornelia Barth. Da das Telefonieren zu ihren Hauptaufgaben gehört und das Festnetz noch ein paar Minuten steht, bevor es sich ebenfalls verabschiedet, ruft sie noch schnell bei den Witzenhausener Stadtwerken an und kann die Kollegen danach informieren, „dass das wohl was Größeres ist und ein paar Stunden dauern wird“.

Branchenberater beschwören seit Jahren in ihren Vorträgen über Digitalisierung im Handel „die Verbindung zwischen Online und Offline“. Da sitzt sie, diese Verbindung, also Frau Barth – sie macht den ganzen Tag ziemlich genau das, sie ist die Schnittstelle zwischen den zahllosen IT-Aspekten, die das Kfz-Business mittlerweile ausmachen, und dem analogen, wuseligen Tagesgeschäft.