Opel Insignia: Zurück zur Qualität

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„Opel der Zuverlässige“

Viel Lob erntete der Insignia für sein Fahrwerk. Unter allen Umständen bleibt der Wagen leicht beherrschbar. Einen großen Anteil daran hat die elektrische Lenkkraftunterstützung. Wer das Fahrwerk seinem Fahrstil anpassen möchte, wählt das Flex-Ride-Fahrwerk, welches auf Knopfdruck die Modi Sport, Normal und Tour einstellt. Und für den Fall der Fälle geben die Rüsselsheimer ihrem Top-Modell eine standfeste Bremsanlage mit auf den Weg. Beim Crashtest EuroNCAP erreichte der Insignia die volle Punktzahl. Optional bot Opel erstmals eine Reihe von Assistenzsystemen wie einen Totwinkelwarner und einen Spurhalteassistenten an. Das Opel-Eye genannte Front-Kamerasystem ermöglicht zusätzlich eine Verkehrszeichenerkennung für Tempolimits und Überholverbote.

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Modellhistorie
Modellhistorie
  • 2008  Vorstellung und Verkaufsstart des ­Insignia A als Vier- und Fünftürer
  • 2009  Einführung 1,6-l-Turbo-Benziner mit 180 PS und ein 2,0-CDTI-Twin-Turbo-Diesel mit 190 PS
  • 2011  Einführung 1.4 Turbo-Benziner mit
    140 PS
  • 2012  Einführung 2,0-CDTI-Twin-Turbo-Diesel mit 400 Nm und 195 PS
  • 2013  Großes Facelift mit neuen Lampen rundum, neues Bedienkonzept
  • 2015  Einführung „Flüster-Diesel“ mit 2,0 l Hubraum mit 170 PS und Euro 6

Die Ausstattung umfasst optionale Sitze mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR). Die vier Ausstattungslinien Selection, Edition, Sport und Innovation decken mit abgestuften Ausstattungsumfängen und Designvarianten die unterschiedlichen Geschmäcker der Käufer ab.

Beim Insignia betrieb Opel intensive Modellpflege, um die Limousine attraktiv zu halten. Vor allem bei den Motoren sind die Ingenieure durch Weiterentwicklung bemüht, Verbrauch und Emission im Laufe der Zeit zu senken. Mit dem Facelift 2013 wurde das als überladen kritisierte Bedienkonzept grundlegend überarbeitet. Seither ist die Bedienung deutlich klarer. Ein leistungsfähigeres Kamerasystem, ein optionaler Abstandsradar sowie überarbeitete Scheinwerfer hielten den Insignia nach dem Facelift technisch fit.

„Opel der Zuverlässige“, so lautete einst ein Werbeslogan. Mit dem Insignia erfüllt Opel dieses Versprechen wieder. Die Prüforganisationen stellen ihm gute Noten aus. Bei der Hereinnahme lohnt es sich dennoch, genau hinsehen, denn der Insignia weist meist höhere Kilometerstände auf als in der Klasse üblich. Deshalb sind die Bremsen häufig schon nach wenigen Jahren verschlissen. Auch auf den Zustand anderer Verschleißteile wie Dämpfer und Lenkung sollte die Werkstatt achten. Zuweilen neigt der Insignia zu leichten Undichtigkeiten am Motor. Das alles ist allerdings nicht gravierend, der Opel gilt als grundsolide. Auch bei den Rückrufen sind nur wenige Probleme zutage getreten. So wurde 2009 ein Update
der Motorsteuerungssoftware beim 2,0-Liter-Diesel erforderlich. Beim Modelljahr 2010 kam es zu Problemen mit dem Airbagmodul im Lenkrad, welches ausgetauscht werden musste. 2013 erfolgte ein Rückruf infolge eines Kalibrierungsfehlers der Motorkontrolleinheit.

Vor allem mit dem Facelift hat der Insignia an Reife gewonnen und empfiehlt sich als gute Wahl für Vielfahrer. Dabei gilt, dass die stärkeren Motoren besser zum Rüsselsheimer passen. Nur die durstigen Sechszylinder spielen eine absolute Exotenrolle.

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