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Opel Insignia: Zurück zur Qualität

| Autor / Redakteur: Bernd Reich / Martina Eicher

»Gebrauchtwagen Praxis« Kaufberatung: Mit dem Insignia hat Opel Preise für das Design eingesammelt und auch die Kunden wieder überzeugt.

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Der Opel Insignia nach dem Facelift von 2013.
Der Opel Insignia nach dem Facelift von 2013.
(Bild: Opel PR)

Als Opel im Herbst 2008 die erste Baureihe des Insignia vorstellte, hatte die Marke viel von ihrem einstigen Glanz eingebüßt. Die Rüsselsheimer mussten nach massiven Qualitätsmängeln einen drastischen Verfall ihres Marktanteils in Deutschland verkraften. Trennungsgerüchte von der ebenfalls angeschlagenen, amerikanischen Muttergesellschaft General Motors machten die Runde. Der Vectra C als Vorgänger des Insignia hinterließ kein gut bestelltes Feld. Mit dem Insignia A waren viele Hoffnungen verknüpft. In den ersten Jahren hinkte er dem Wettbewerb hinterher. Doch die Opel-Kampagne „Umparken im Kopf“ bescherte dem Mittelklassemodell bessere Verkaufszahlen.

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Mit dem Insignia führte Opel eine neue, dynamische Formensprache ein, welche eine Abkehr vom kantig-sterilen Stil des Vectra C bedeutete. Den Insignia gab es von Beginn an als viertürige Stufenheck- und als fünftürige Schräghecklimousine. Die Kombiversion Sports-Tourer folgte 2009. Mit dem Design traf Opel den Puls der Zeit und wurde mit renommierten Designpreisen wie dem Red-Dot-Design-Award bedacht. Auch die Fachpresse war begeistert: Der Insignia wurde „Auto des Jahres“.

Auffällig am Insignia sind seine Abmessungen. Mit einer Außenlänge von 4.842 Millimetern und einem Radstand von 2.737 Millimetern ist die Limousine stattlich. Dazu passt ein Kofferraumvolumen von mindestens 500 Litern. Bei den Motoren hatten die Kunden zu Beginn die Wahl zwischen vier Benzin- und drei Dieselmotoren von 110 PS bis 260 PS. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 5 und gegen Ende der Bauzeit zum Teil auch Euro 6. Sämtliche Modelle verfügen über ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Für einige Motoren wird optional eine Sechs-Stufen-Automatik angeboten. Neben dem standardmäßigen Vorderradantrieb bietet Opel einige Modelle auch mit Allradantrieb und Haldex-Kupplung an.

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Statement der DAT
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Der Insignia ist ein typisches Flottenfahrzeug, daher sollte man als Händler die Angebote im lokalen Umkreis prüfen. Denn es besteht die Gefahr, dass gleichartige Fahrzeuge in kurzer Zeit und in größeren Stückzahlen auf den Markt kommen. Das Warten auf das neue Modell macht die Vermarktung des aktuellen Modells als Gebrauchtwagen nicht einfacher. Hinzu kommt, dass das bestehende Modell als Neuwagen ebenfalls mit hohen Nachlässen angeboten wird, was sich negativ auf die Restwerte auswirkt. Der Ankauf und die Preisfindung für einen gebrauchten Insignia sind daher mit Augenmaß vorzunehmen. Je länger das Fahrzeug auf dem Hof steht, desto näher rückt der Präsentationstermin des Nachfolgemodells. Insgesamt muss man jedoch feststellen, dass das Image der Marke Opel besser geworden ist. Dies wirkt sich positiv auf die Attraktivität, die Begehrlichkeit und das Preisniveau aus.

Bei einem Leergewicht von 1.513 bis 1.810 Kilo ist der Insignia kein Leichtgewicht; mit den Grundmotorisierungen ist die Limousine eher behäbig unterwegs. Entsprechend beliebt sind daher die stärkeren Motorisierungen wie der 2.0 TDCI mit 160 PS und der 2.0 Turbo-Benziner mit 220 PS. Ein Jahr nach der Markteinführung stellte Opel die OPC-Version (Opel Power Concept) mit einem 2,8-Liter-V6-Turbo-Motor mit 325 PS und serienmäßigem Allradantrieb vor. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt, nur die nicht gedrosselte Unlimited-Variante kann bis zu 270 km/h schnell unterwegs sein. Bei den Dieselmotoren kam ab 2011 der 2.0 BiTurbo CDTI mit 195 PS und zwei Turboladern zum Einsatz.

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