Mitarbeitermagazin „Opel Post“ wird 75

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

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Erstmals erschien sie 1949 und war eigentlich ein Provisorium. Doch schnell entwickelte sie sich zur festen Größe in der internen Kommunikation. Und seitdem liefert sie authentische Infos und Storys aus dem Unternehmen von Mitarbeitern für Mitarbeiter.

Seit nunmehr 75 Jahren erscheint das Opel-Mitarbeitermagazin, die „Opel Post“. (Bild:  Opel)
Seit nunmehr 75 Jahren erscheint das Opel-Mitarbeitermagazin, die „Opel Post“.
(Bild: Opel)

Opel feiert 2024 mehrere große Jubiläen. Da wäre zum einen 125 Jahre Automobilbau. Und zum anderen 75 Jahre „Opel Post“. Sie zählt zu den traditionsreichsten Mitarbeitermagazinen in der deutschen Industrie. 1949 gegründet, spiegelt die Opel Post stets den Zeitgeist wider und entwickelt sich kontinuierlich weiter – in Sprache und Inhalten wie auch im Erscheinungsbild. „75 Jahre Opel Post – das sind 75 Jahre Geschichten und Artikel über die Menschen, die Modelle und die Projekte, die die Marke ausmachen. Hier steht, was bei Opel läuft – authentisch, informativ und ganz nah dran an den Menschen. Ein Blick hinter die Kulissen ist inklusive“, bringt es Opel-Kommunikationschef Harald Hamprecht aus Sicht vieler Opelaner auf den Punkt. „Verständlich, schließlich hat lange nicht jedes Industrieunternehmen ein derartiges Magazin, das über einen derart langen Zeitraum die Mitarbeiter kontinuierlich mit Nachrichten aus dem eigenen Haus auf dem Laufenden hält“, freut sich Chefredakteur Mark Bennett, seines Zeichens zudem Leiter des Opel-Media-Büros innerhalb der Kommunikationsabteilung.

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Die Anfänge: Vom „Opel Geist“ zum Provisorium „Opel Post“

Bereits vor der Opel Post unterhielt das Unternehmen eine Werkszeitung. Im April 1930 erschien erstmals der „Opel Geist“, 1936 bis 1944 folgte der „Opel Kamerad“, der in diesen Jahren vornehmlich als Propagandainstrument fungierte. Die Geburtsstunde der bis heute Bestand habenden Opel Post schlägt 1949. Mit ihr hält eine neue Mentalität Einzug, die zu dem neuen, demokratischen Deutschland und zu dem sich neu formierenden Unternehmen Opel passt. Das Miteinander von Geschäftsleitung und Belegschaft soll den Kern der Artikel bilden. Die neue Zeitung „kann und wird viel dazu beitragen, diese Zusammenarbeit und den hierzu nötigen Geist des gegenseitigen Vertrauens zu fördern“, kündigt der damalige Vorstandsvorsitzende Edward Zdunek in der ersten Ausgabe an.

Demokratie und Mitbestimmung sind oberstes Gebot – das zeigt schon die zweite Ausgabe, in der die Verantwortlichen ein Preisausschreiben ausloben und die Belegschaft um Titelvorschläge für die neue Publikation bitten. Der Name „Opel Post“ sei nur provisorisch, den endgültigen Titel sollen die Mitarbeiter ersinnen. Am Ende kürt eine Jury den Vorschlag „Unterm Opel-Turm“ zum Gewinner. Doch zugleich geht aus der Mehrzahl der Einsendungen klar der Wunsch hervor, den Namen „Opel Post“ beizubehalten – und so heißt das Mitarbeitermagazin bis heute.

Kritikfähigkeit als Antrieb: Format und Inhalte wechseln im Wandel der Zeit

„Es jedem recht zu machen, ist schwer“, vermutet in der ersten Ausgabe Karl Heinz Mai, der erste Chefredakteur der Opel Post, der sich damals noch Schriftleiter nennt. Doch Offenheit und Kritikfähigkeit zählen zu den Stärken der neuen Publikation. Und so sorgt bereits die 1954 noch unübliche Aufbereitung des Geschäftsberichts in der Opel Post für Gesprächsstoff am Band und in den Büros. Mehr noch: In kurzer Zeit hat sich die Opel Post laut Chefredakteur Mai „vom bescheidenen Mitteilungsblatt zur umfangreichen, in der Öffentlichkeit beachteten und in Presse und Fachzeitungen oft zitierten Zeitschrift“ entwickelt.

Ein Erfolgsrezept: Um stets ganz nah dran an den Mitarbeitern zu sein, stehen nicht nur Personen und ihre Projekte im Mittelpunkt vieler Artikel – die Redaktion verschafft sich seit den ersten Jahren mit wiederkehrenden Umfragen auch stets einen Überblick über die Meinungen ihrer Leser. Diese Meinungsbilder bestätigten immer wieder, dass rund zwei Drittel aller Mitarbeiter mit ihrer Werkszeitung vollauf zufrieden sind, der Rest äußert allenfalls Detailkritik, die die Redaktion gern als Anregung aufnimmt.

Jederzeit und überall verfügbar: Die Opel Post als Web-Magazin

Dazu zählen auch die Reaktionen auf das sich über die Jahrzehnte hinweg wandelnde Erscheinungsbild der Mitarbeiterzeitung. 1949 startet die Opel Post im Journalformat mit vollformatigen Covern, auf denen neben dem Opel-Post-Schriftzug erst nach und nach weitere Buchstaben Einzug halten. Das Opel-spezifische Gelb wird im Lauf der Jahre zunehmend sparsamer eingesetzt. Ab 1981 präsentiert sich die Opel Post im Zeitungsformat. In den Neunzigerjahren wird es bunt: 1993 halten Farbfotos Einzug. Im weiteren Verlauf folgen mehrere Facelifts, werden Opel-Post-Schriftzug, Blitz, Spaltenanzahl und Schriftarten immer wieder aufgefrischt. 2005 kehrt man zum Magazinformat zurück.

Die nächste große Umstellung erfolgt dann 2013. Die Opel Post stellt sich den Herausforderungen und Ansprüchen des digitalen Zeitalters – und wird zum kontinuierlich aktualisierten Web-Magazin. Als „Opel Post online“ ist sie seitdem zweisprachig (deutsch und englisch) im Netz jederzeit und überall auf der Welt abrufbar. 2021 wird das Webdesign erneut angepasst, um das Angebot an Texten, Fotos und Videos noch besser nutzbar zu machen – auf Smartphones und Tablets ebenso wie auf großen Displays. Themenschwerpunkte sind nach wie vor Wissenswertes rund ums Unternehmen, dazu Porträts von Mitarbeitern, Händlern, Tunern oder Opel-Freunden mit ihren Traumautos. Und was Print nie möglich zu machen vermochte, ist heute Standard: So können die User als zusätzliches, über die Lektüre hinausgehendes Angebot vielfältige Downloads nutzen, die von Design-Skizzen, Mal- und Bastelvorlagen für Kinder bis hin zu Desktop-Motiven für den PC reichen. Mit diesen Möglichkeiten bleibt die Opel Post auch im Jubiläumsjahr ganz nah dran an ihrer Leserschaft und auf der Höhe der Zeit.

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