Opel-Rückrufe: Zweimal Mokka, bitte!
Das Kompakt-SUV Opel Mokka hat Probleme mit dem ABS-Stecker und dem Flexfix-Fahrradträger. Ein Fahrzeugbrand und ein Beleuchtungsausfall drohen.

Zwei Rückrufaktionen finden derzeit für den Opel Mokka statt. Ausführlichere Infos gibt es nur zur älteren der beiden Aktionen, die seit Anfang Mai läuft. „Einige in Saragossa produzierte Mokka, Modelljahr 2015 und 2016, haben Probleme durch falsch montierte Dichtungen am ABS-Stecker“, sagte ein Sprecher der Marke auf Anfrage. „Wassereintritt in das Electronic Brake Control Module kann einen Kurzschluss verursachen. Es besteht die Gefahr eines Brandes im Fahrzeug, selbst wenn der Motor abgeschaltet ist“, heißt es ergänzend im Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA).
Die Abhilfemaßnahme beim Opel-Partner sieht entweder die korrekte Positionierung oder den Austausch der Dichtungen vor. „Je nach Aufwand benötigt die Werkstatt 20 Minuten bis 2,5 Stunden“, so der Sprecher. In Deutschland sind 13.634 Einheiten betroffen.
Seit Anfang Juni läuft eine weitere Aktion für alle bisher gebauten Kompakt-SUV, die mit dem „Flexfix“-Träger ausgestattet sind. Das optional erhältliche System zum Transport von Fahrrädern am Fahrzeugheck kann bei Nichtgebrauch in den hinteren Stoßfänger eingeschoben werden. Durch unkorrektes Positionieren des unbenutzten Trägers könne es zu einem Teilausfall der rückwärtigen Beleuchtung kommen, hieß es von Seiten des KBA.
Angaben zur Stückzahl liegen bislang nicht vor. Angesichts des Produktionsbeginns vor knapp fünf Jahren dürfte aber eine stattliche Anzahl zusammenkommen. Die Gesamtzahl aller in Deutschland zugelassenen Mokka, also mit und ohne dem Flexfix-Träger, betrug Anfang des Jahres laut KBA knapp 80.000 Einheiten. Ebenfalls unklar ist bislang, ob der Rückruf ein Eingreifen der Werkstatt erfordert oder ob die Aktion mit einer Ergänzung der Bedienungsanleitung erledigt ist.
(ID:44147640)