Originalteile: Aufbruch in den Teilemarkt
Immer mehr Autohersteller entdecken die freien Werkstätten als Absatzkanal und unterstützen ihre Händler bei der Vermarktung von Originalteilen. Diese müssen dafür Logistikleistungen bieten wie die Teilemultis vom Ersatzmarkt.
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Es klingt ein wenig wie die Einsicht in eine unangenehme Realität: Trotz aller Konzepte seitens der Autohersteller und Markenhändler bevorzugen die Fahrer älterer Autos nun einmal die freien Werkstätten. Um an deren Geschäft trotzdem Anteil zu haben, forcieren die OEMs immer mehr den Verkauf von Originalteilen an „nicht organisationsgebundene Abnehmer“, wie es etwa bei Volkswagen im schönsten Bürokratendeutsch heißt.
Das steigert den Teileumsatz beim Autohersteller und beim Markenhändler – eigentlich eine gute Sache. Und auch die Abnehmer profitieren, ist die Passgenauigkeit der Ersatzteile für das jeweilige Fahrzeug doch immer sichergestellt, und die Preise liegen oft nicht viel höher als auf dem freien Teilemarkt. Doch für die Autohändler stecken in dem Geschäft gewaltige Herausforderungen. Freie Werkstätten sind von ihren Lieferanten verwöhnt: Die Großhändler wie Stahlgruber, Wessels & Müller oder die Hess-Gruppe bieten mehrfache Belieferung täglich, Bonussysteme, technische Hotlines und Weiterbildungen an – das erwarten freie Werkstätten auch von Lieferanten aus dem Autohandel. In der Tabelle hat »kfz-betrieb« wichtige Informationen zu den Teilehandelskonzepten der Autohersteller zusammengefasst. OEMs, bei denen dieses Geschäft ausschließlich in den Händen der Markenbetriebe liegt und die Hersteller keine Vorgaben machen oder Unterstützung leisten, sind in der Tabelle nicht enthalten.
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