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Auch mit seinem Offline-Angebot kann Orth Automobile glänzen. Der erst Anfang 2018 umgestaltete Betrieb besticht durch eine klare, aufgeräumte Architektur, hochwertige Materialien und eine an den Serviceprozessen ausgerichtete Gestaltung. Der Kunde läuft direkt auf den Annahmetresen zu; die Serviceberater sitzen geschützt hinter einer Palisade aus Holzelementen. Eine sehr geräumige, edel eingerichtete Wartezone mit Ledersofas, einem Stehtisch und einer Kaffeebar macht das Warten zum Vergnügen. WLAN ist selbstverständlich, die extrem leckeren Nussecken, für die das Autohaus bei seinen Kunden berühmt ist, sind ein echtes Schmankerl. Außenanlagen und Werkstatt sind sauber und top aufgeräumt.
In der freien Werkstatt arbeiten nur die Besten
Am früheren Standort des Unternehmens in der Ortsmitte von Beselich haben die Orths mit Car-O ein eigenes freies Werkstattkonzept etabliert. Es richtet sich an Kunden mit Fahrzeugen in den Segmenten 2 und 3 sowie an Werkstattfernbleiber, die nicht mehr in den Markenbetrieb kommen. Die Leistungen zwischen Markenautohaus und Car-O unterscheiden sich erheblich, woraus sich ein deutlich niedrigerer Stundenverrechnungssatz ergibt (65 Euro statt 105).
Bei Car-O gibt es „Service pur“, aber mit hoher Kompetenz und Originalersatzteilen. Die Eckpfeiler bilden hier schlanke Prozesse sowie eine reduzierte Kundenbetreuung:
- Annahme des Fahrzeugs durch den Meister in der Werkstatt
- Bezahlung nur Bar oder mit EC-Karte
- kein Hol-Bringdienst und keine Mobilitätslösung
- keine kostenlose Bewirtung
- keine kostenlose Autowäsche
Integrierter Bestandteil von Car-O ist die Kooperation als KS-Autoglas-Partner für alle Marken. Auch mit Leasinganbietern sowie dem E-Transporterhersteller Streetscooter bestehen Serviceverträge.
Erfolgreiches Reifengeschäft dank neuer Lagerhalle
Trotz des deutlichen Unterschieds im Verrechnungssatz verdienen die Mechaniker bei Car-O das Gleiche wie im Hauptbetrieb. Das ginge auch gar nicht anders, meint Werner Orth: „Dort brauchen wir die Besten: Sie müssen markenübergreifend arbeiten und sehr selbstständig sein.“
Es ließe sich noch viel erzählen über Orth Automobile: vom erfolgreichen Reifengeschäft, das von einer nagelneuen Einlagerungshalle samt moderner Regalanlage profitiert (selbstverständlich elektronisch vernetzt), über das zielgruppenspezifische Servicemarketing bis hin zum eigenen Außendienst, der die Nutzfahrzeugkunden betreut, oder dem digitalen Bewerbungstool für neue Mitarbeiter.
Mit rund 80 Angestellten hat das hessische Familienunternehmen, gemessen an den Maßstäben anderer Servicebetriebe, eine beachtliche Größe erreicht. Nun zünden die Inhaber die nächste Stufe und steigen mit der Marke Seat in den Neuwagenhandel ein. Gegenüber dem Hauptbetrieb entsteht auf der grünen Wiese ein komplett neues Autohaus für die spanische Marke. Dass Seat in Sachen digitaler Serviceprozesse im VW-Konzern der Vorreiter ist, kommt Orth sicher nicht ungelegen.
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